Muss das Runde nicht ins Eckige?

Eigentlich gibt es ja nichts mehr zu verlieren jetzt. Im Pokal war in der vorherigen Woche Endstation und in der Liga haben wir uns schon lange im Mittelmaß etabliert. Die restliche Saison könnte man nutzen, um an den immer wiederkehrenden Schwächen und Problemen zu arbeiten, damit auch mal wieder ein bisschen Spielfreude zurückkehrt.

Am Samstag trafen wir also auf die 2. Vertretung von ProSport in der für uns etwas ungewohnten Elli-Kuhr. Das Hinspiel verloren wir sehr unglücklich mit einem Tor. Dementsprechend war Wiedergutmachung angesagt.

In den ersten Minuten der Partie hatte man wirklich das Gefühl „Heute geht was!“. In der Abwehr legten wir eine ganz andere Körpersprache an den Tag als in der Woche zuvor beim verlorenen Viertelfinale. Allerdings hat bekanntlich alles einen Haken und dementsprechend scheiterten wir beim Abschluss. Die Chancen waren gut herausgespielt mit viel Wille und Dynamik, aber am Ende belohnten wir uns so selten, dass es natürlich großen Einfluss auf das restliche Spiel nahm. Während das Pech langsam unsere Spielqualität beeinträchtigte, versuchte ProSport, über die schnelle Mitte oder 1. Welle zum Abschluss zu kommen. Das funktionierte leider viel zu oft, bis wir mal darauf aufmerksam wurden. In der ersten Hälfte liefen wir bis auf einen Ausgleichstreffer immer einem kleinen Rückstand nach. Keine Ahnung, ob das an der ungewohnten Spielstätte oder am mangelnden Selbstvertrauen lag, aber wieder legten wir uns selbst die Steine in den Weg. Der Rückstand zur Pause war aber mit 13-15 nicht unüberwindbar groß.

Auf die Leistung der ersten 30 Minuten konnte man aufbauen. Abgesehen davon, dass die Chancenverwertung verbessert werden sollte, mussten wir aufpassen, dass wir das Spiel nicht ganz aus der Hand geben, denn wie immer ist jeder Gast hochmotiviert, zwei Punkte gegen Rudow zu holen. Allerdings liefen wir erstmal weiter hinterher. Der Rückstand pendelte zwischen -2 und -3 und auch das Spiel schien irgendwie nur in eine Richtung zu laufen. Zu Beginn der Crunchtime schenkten uns die Gäste gleich einige schnelle Tore ein und wir standen ganz überrascht vor der Aufgabe in 7 Minuten einen 6 Tore Rückstand einzuholen. ProSport verzettelte sich ein wenig mit langatmigen Angriffen und wir legten nochmal ein ganz passables Spiel in den letzten Minuten hin. Am Ende ist es aber wieder die Chancenverwertung, die dazu führt, dass wir uns mit einem 29-30 geschlagen geben müssen. Und erneut unterliegen wir ProSport mit einem Tor in einem Spiel unter unseren Möglichkeiten.

Nächsten Samstag heißt es Doppelspieltag in Hermsdorf. Zuerst treffen wir auf die Gastgeber und im Anschluss die 1. Männer. Kommt gerne vorbei, wenn ihr Bock habt, daraus ein Heimspiel zu machen!

Nach oben scrollen