Deutliche Steigerung trotz Niederlage

Samstagabend, 20 Uhr, Sachsendamm. Auswärts bei der Zweitvertretung der SG OSF, aktuell Dritter der Oberliga und im Hinspiel noch klarer Sieger mit elf Toren Differenz. Die Favoritenrolle war also eindeutig verteilt.

Unser Ziel war entsprechend klar: ein anderes Gesicht zeigen als im Hinspiel.

Und das gelang uns zunächst auch. Wir fanden ordentlich in die Partie, hielten bis zur Mitte der ersten Halbzeit gut mit und zeigten in vielen Aktionen deutlich mehr Präsenz und Energie als noch in der Vorwoche. Doch genau in dieser Phase brachten wir uns selbst um den Lohn. Schlechte Abschlüsse, zu einfache technische Fehler, ein zu langsames Umschalten und mehrere Zwei-Minuten-Strafen verhinderten, dass wir das Spiel enger gestalten konnten.

So fiel die Halbzeitführung für OSF II mit acht Toren Differenz deutlich zu hoch aus. Das Spielgefühl passte nicht zur Anzeigetafel, hier wäre mehr möglich gewesen.

Trotzdem war die erste Hälfte kein Rückschritt. Man spürte wieder mehr Feuer, mehr Widerstand, mehr Bereitschaft. Gegen eine so erfahrene Mannschaft reicht es allerdings nicht, das nur phasenweise zu zeigen. Es braucht 60 konzentrierte Minuten.

Für die zweite Halbzeit nahmen wir uns vor, genau darauf aufzubauen und zu beweisen, dass die acht Tore Differenz nicht den tatsächlichen Spielverlauf widerspiegelten.

Das gelang uns deutlich besser. Zwar baute OSF den Vorsprung zwischenzeitlich auf zehn Tore aus, doch wir steckten nicht auf. Wir kämpften uns Tor um Tor heran, verkürzten zwischenzeitlich auf vier Treffer und zeigten genau die Qualitäten, die wir sehen wollen: geschlossene Abwehrarbeit, kompromissloses Fighten um jeden Ball, schnelles Umschalten mit einfachen Toren.

Auch im Positionsangriff gingen wir wieder konsequenter in die Tiefe, suchten den Abschluss mit Überzeugung und erarbeiteten uns sogar Zeitstrafen gegen den Gegner. Besonders positiv: Unser Rückzugsverhalten war in der zweiten Hälfte deutlich verbessert, das Tempospiel von OSF hatten wir weitgehend im Griff.

Leider konnten wir dieses Niveau nicht bis zum Ende halten. Die Verletzungssituation machte sich bemerkbar, die Kräfte ließen nach, und so fiel die Niederlage am Ende mit 40:31 erneut relativ deutlich aus.

Trotzdem war es ein klarer Schritt nach vorn im Vergleich zur Vorwoche. Über weite Strecken haben wir gezeigt, wie wir auftreten können und genau das gilt es nun zu konservieren.

Denn am kommenden Samstag bietet sich die nächste Gelegenheit: 28.02., 17 Uhr, in der Neuhofer gegen die Handballfreunde Pankow.

Tabellarisch bewegen wir uns auf Augenhöhe, und dieses Spiel ist eine echte Chance, endlich die ersten Punkte im Jahr 2026 einzufahren.

Dafür brauchen wir euch. Eine volle Neuhofer, Energie von den Rängen und den gemeinsamen Willen, das Ding zu ziehen.

Das Team

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