Remis statt Befreiungsschlag: 29:29 gegen den VfL Tegel

Im vorletzten Heimspiel der Saison empfingen wir den VfL Tegel, aktuell im Tabellenkeller der Oberliga angesiedelt. Die Ausgangslage war eindeutig: Mit einem Sieg hätten wir auch rechnerisch den Klassenerhalt sichern können.

Bereits vor Anpfiff wurde es emotional. Mit Michael Schleiden verabschiedeten wir einen langjährigen Leistungsträger am Kreis, der seine Karriere bei den 1. Männern zum Saisonende beendet und sich nun in den wohlverdienten Vaterschaftsurlaub verabschiedet. Danke für deinen Einsatz, deine Leidenschaft und all die Jahre auf der Piste… äh Platte.

Der Start ins Spiel ließ dann allerdings vermuten, dass wir gedanklich noch bei der Verabschiedung waren. Nach zehn Minuten lagen wir mit 1:6 zurück, ein denkbar schlechter Beginn. Doch wir fingen uns, arbeiteten uns Schritt für Schritt heran und glichen in der 19. Minute erstmals wieder aus. Drei Minuten später gingen wir sogar in Führung. Auch eine Auszeit der Gäste brachte uns nicht aus dem Konzept, sodass wir mit einer knappen, aber verdienten 15:14-Führung in die Pause gingen.

Trotzdem war klar: Der Rückstand aus der Anfangsphase hatte unnötig Kraft gekostet, und insgesamt ließen wir zu viele Chancen liegen.

Leider starteten wir auch in die zweite Hälfte nicht optimal und gerieten erneut ins Hintertreffen. Dieses Mal blieben wir jedoch stabiler, hielten den Abstand gering und glichen schnell wieder aus. In der Folge konnten wir uns selbst mit zwei bis drei Toren absetzen, verpassten es aber, diese Führung weiter auszubauen.

So blieb Tegel im Spiel und die Partie entwickelte sich zu einer offenen Schlussphase. Zwei Minuten vor Ende gelang den Gästen der Ausgleich, doch wir fanden noch einmal eine Antwort und gingen 40 Sekunden vor Schluss erneut in Führung. Die Entscheidung lag auf dem Silbertablett, doch 13 Sekunden vor Ende kassierten wir den erneuten Ausgleich.

Im letzten Angriff gelang es uns trotz Überzahl nicht mehr, eine klare Torchance herauszuspielen. So steht am Ende ein 29:29-Unentschieden, das sich eher wie ein verlorener Punkt anfühlt als ein gewonnener. Mit 28 verworfenen Würfen gewinnt man auf diesem Niveau schlicht kein Spiel.

Weiter geht es am 3. Mai um 16:00 Uhr auswärts beim Lichtenrader SV. Dort wollen wir den nächsten Anlauf nehmen und den neuen Verein aus Lichtenrade noch einmal ärgern.

Das Team

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