Wenn du dachtest, du hĂ€ttest im Handball schon alles gesehen, dann warst du am Sonntagabend nicht in der Halle! đ€Ÿââïžđ
Der TSV Rudow II gastierte bei der SG Hermsdorf-Waidmannslust II und lieferte sich ein Duell, bei dem selbst der Liveticker irgendwann vermutlich kurz durchatmen musste. Am Ende stand ein 30:29-AuswĂ€rtssieg fĂŒr Rudow auf der Anzeigetafel. Doch nicht das Ergebnis allein machte dieses Spiel legendĂ€r â sondern die Schlussphase, in der Rudow offenbar beschlossen hatte, den Schwierigkeitsgrad auf âEndgegnerâ zu stellen.
đ€Ż Erst RĂŒckstand, dann Wahnsinn!
Hermsdorf legte los und fĂŒhrte frĂŒh mit 2:0. Rudow lieĂ sich davon allerdings nicht beeindrucken und blieb dran. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem beide Mannschaften Tore produzierten, als gĂ€be es dafĂŒr Treuepunkte.
Zur Halbzeit lag Rudow mit 16:17 knapp zurĂŒck. Ein Tor Unterschied â alles offen! Die zweite HĂ€lfte versprach Spannung, doch niemand ahnte, dass die letzten Minuten noch eine ganz eigene Comedyshow werden sollten.
đš Rudow spielt Handball â und nebenbei Ăberlebenstraining!
In der zweiten Halbzeit ging es hin und her. Rudow kÀmpfte sich heran, Hermsdorf hielt dagegen und die Partie blieb bis in die Schlussphase eng.
Dann kam die 57. Minute.
Rudow kassierte gleich mehrere Zeitstrafen und musste die Schlussphase in dreifacher Unterzahl bestreiten!
Dreifache Unterzahl! Normalerweise ist das der Moment, in dem eine Mannschaft versucht, irgendwie die Uhr herunterzuspielen und den Schaden zu begrenzen. Rudow dachte sich offenbar: âAch, wenn wir schon leiden, dann wenigstens mit drei Punkten!â đ
WĂ€hrend andere Mannschaften bei drei Spielern weniger wahrscheinlich anfangen wĂŒrden, die Hallenordnung nach einem Notausgang zu durchsuchen, blieb Rudow im Spiel. Die Nerven lagen blank, die Beine wurden schwer und vermutlich hĂ€tte selbst ein Taschenrechner bei der Ăberzahlkonstellation kurz einen Systemfehler angezeigt.
đ„ 29:29 â und dann der Rudow-Wahnsinn!
Hermsdorf kĂ€mpfte sich zurĂŒck und glich in der 56. Minute zum 29:29 aus. Die Halle durfte sich auf eine dramatische Schlussphase einstellen.
Doch Rudow hatte noch einen Pfeil im Köcher.
In der 57. Minute traf Michael Schleiden zum 30:29 â und stellte damit den spĂ€teren Endstand her!
Und jetzt kommt der Teil, den man sich auf der Zunge zergehen lassen muss:
Rudow gewinnt auswĂ€rts mit 30:29 â und das, obwohl die Mannschaft in der Schlussphase in dreifacher Unterzahl agieren musste!
Das ist kein gewöhnlicher AuswĂ€rtssieg. Das ist Handball mit eingebautem Ăberlebensmodus. Andere Teams suchen in so einer Situation nach Lösungen â Rudow suchte offenbar einfach den Siegknopf und drĂŒckte ihn.
đŠžââïž Phillip Gohl: Zwölf Tore und vom Siebenmeterstrich eiskalt!
Ein Sonderlob verdient Phillip Gohl, der mit zwölf Treffern und 8 von 8 Siebenmetern, eine makellose Quote von 100 % erzielt! đŻ
đ Das Fazit: Rudow kennt keine Ăberzahl â nur Herausforderungen!
30:29 auswÀrts gewonnen. Eine dramatische Schlussphase. Dreifache Unterzahl. Und trotzdem zwei Punkte im GepÀck.
TSV Rudow II hat an diesem Abend bewiesen: Man braucht nicht immer elf Freunde auf dem Platz â manchmal reichen auch ein paar Handballer, starke Nerven und eine ordentliche Portion Wahnsinn. đđ„
Hermsdorf dĂŒrfte sich fragen, wie man so ein Spiel noch verlieren kann. Rudow dagegen weiĂ: Wer selbst in dreifacher Unterzahl den Sieg festhĂ€lt, darf sich den Abend mit einem breiten Grinsen und einer Extraportion Kabinenjubel versĂŒĂen.
Endstand: SG Hermsdorf-Waidmannslust II â TSV Rudow II 29:30.
Dreifache Unterzahl. Ein Tor Vorsprung. Zwei Punkte. Rudow macht Rudow-Sachen!
