wA – Aus dem AWO-Trainingslager direkt hinein in die Saison 22/23

Die weibliche A-Jugend des TSV Rudow 1888 e.V. verbrachte das erste September-Wochenende 2022 genau zeitlich passend zum Saisonstart in einem vom Arbeiterwohlfahrt Regionalverband Brandenburg Süd e.V. unterstützten Trainingslager im wunderschönen Spreewald.  
 
Bei schönstem spätsommerlichem Wetter hatte die AWO die 11 Mädels von Ulf, Leon und Gerald zu einem dreitägigen Besuch nach Kemlitz in das AWO Ferien- und Freizeitzentrum eingeladen, welches unmittelbar an das dortige ReHa-Gut angrenzt, einem konklusiv organisierten Landwirtschaftsbetrieb, also einem Bauernhof, bei dem Menschen mit Behinderung zusammen mit Menschen ohne Behinderung arbeiten. Bei dem Ferien- und Freizeitzentrum der Arbeiterwohlfahrt wiederum handelt es sich um eine gut ausgestattete Unterkunft insbesondere für Gruppenreisen und sehr ähnlich einer Jugendherberge, die gut für Klassenfahrten oder Vereinsreisen genutzt werden kann. Trainiert wurde in einer angemieteten Turnhalle der Stadt der Lübben, welche dank zweier ebenfalls von AWO zur Verfügung gestellter Kleinbusse problemlos in einer halben Stunde von Kemlitz aus erreicht werden konnte.

Die Anreise erfolgte am Freitagnachmittag mit zwei eigenen Pkws und aufgrund eines Staus auf der A13 über die B96, was Dank der relativ geringen Entfernung zum Spreewald zwar unproblematisch war, aber dann doch etwas Zeit kostete. Insoweit entschied man sich anstelle zur Unterkunft gleich nach Lübben zur Trainingshalle – und erst später zur Unterkunft – zu fahren. Durch ein Missverständnis auf Seiten der Stadtverwaltung war die Sporthalle am Freitagabend allerdings noch von einheimischen Sportlern belegt, sodass man statt eines ersten schweißtreibenden Trainings einen teambildenden Besuch der Lübbener Schlossinsel unternahm und so etwas entspannter in den Abend in einer Pizzeria in Lübben hinein startete. Hiernach fuhr man dann gespannt auf das Kommende nach Kemlitz, zur Unterkunft.
Dort erwartete uns dann eine saubere Top-Unterkunft, je nach Wahl mit 1-, 2- oder 4-Bett-Zimmern, die uns am Wochenende zudem komplett allein zur Verfügung stand, eine vollausgestattete Küche zur Selbstverpflegung, mit vorab gut gefüllten Kühlschränken, dazu noch zwei Kleinbusse für die anstehenden Fahrten im Spreewald, ein Dienstfahrrad für den Trainer, um geeignete Laufstrecken zu erkunden, ein großer Gasgrill und ein großer Saal für Videoprojektionen für die Theorie-Einheit. Nach erster Besichtigung des Gebäudes und Bezug der Zimmer verständigte man sich noch kurz auf das Tagesprogramm für Samstag und verschwand dann müde in seinen Zimmern.

Der Samstag begann dann mit einem halbstündigen Waldlauf durch Postkarten-Landschaft, einem gemeinsamen, selbstorganisiertem Frühstück, einer Fahrt nach Lübben und einem Training in einer ansprechenden modernen Halle, die diesmal nicht anderweitig belegt war. Vor dem Training hatte man am Bahnhof Lübben Trainer Leon und Lara-Maria abgeholt, die beruflich bedingt leider erst am Samstagfrüh anreisen konnten. Danach fuhr man zurück zur Unterkunft, bereitete gemeinsam das Mittagessen vor, um sich dann schon wieder fürs Teambuilding auf den Weg zu machen, diesmal allerdings nach Lübbenau. Hier standen am Nachmittag zunächst eine 90-minütige Paddel-Tour in extra reservierten Paddelbooten durch den malerischen urwüchsigem Spreewald und im Anschluss dann ein abendlicher Besuch im Spreewelten-Schwimmbad auf dem Programm, wo wir mit den Pinguinen um die Wette hätten schwimmen können. Diese hatten aber wohl schon am Tag gebadet, watschelten am Rand auf und ab und schauten den Menschen interessiert beim Baden zu. Hiernach ging es zurück nach Kemlitz zur Unterkunft, wo man bei einem späten gemeinsamen Abendbrot den Tag ausklingen ließ.

Der Sonntag begann dann erneut mit einem Waldlauf und einem sich anschließendem Frühstück. Danach standen im großen Saal ein paar kurze Worte zur AWO ihrer Unterkunft und dann eine knappe Stunde Handball-Theorie auf dem Plan, die sich dank guter Video- und Audio-Technik wunderbar umsetzen ließ. Im Anschluss wurde dann endlich das Gelände besichtigt. Hierbei konnte dann einiges des in den Videos vermitteltem kurz auf einem Bolzplatz nachgestellt werden. Danach ging es noch zu den Gehegen von Ziegen, Ponys, Kaninchen und Meerschweinchen und den Milchkühen bzw. Kälbern. Auch das aktuelle Gesamtgewicht des Teams einschließlich der Trainer wurde mit 920 kg ermittelt. Der Aufenthalt in Kemlitz endete dann mit einem Grillen und Essen unter freiem Himmel – erneut bei schönstem Spätsommerwetter. Nachdem die Unterkunft wieder hergerichtet und das Gepäck und restliche Essen verstaut worden waren, ging es dann gemeinsam zum ersehnten ersten Punktspiel nach Berlin.

Hier kam es dann am frühen Abend in der großen, immer noch fantastischen Schöneberger Sporthalle zum Kräftemessen mit den Mädels von OSF. Um es gleich vorwegzunehmen: Unsere Mädels siegten – und das auch noch sehr souverän. Am Ende stand ein toller 27:16 (15:11) Auswärtssieg auf der Anzeigetafel. Der schönste Abschluss für dieses Wochenende, den man sich vorstellen konnte.
Für den TSV Rudow spielten und siegten als Team: Kaya, Merle, Rowena, Phili, Elisa, Pia, Lili, Lara, Klemmi und im Tor erstmalig bei uns – Maja. Sie wurde dabei toll gecoacht von Jolina, die leider aufgrund einer schmerzhaften Verletzung am Fuß zurzeit pausieren muss, aber uns zur Freude aller dennoch ins Trainingslager begleitet hatte. Maja hielt dann auch gleich mal drei 7-Meter.

Ein großer Wermutstropfen des Wochenendes ist, dass sich Kaya beim Spiel leider sehr unglücklich und heftig an der Schulter verletzte, als eine Gegenspielerin auf sie fiel. Wir hoffen auf eine schnelle Genesung. Ein weiterer großer Wermutstropfen war schon vor dem Wochenende eingetreten, nämlich dass Ulf und Madi wegen einer heftigeren Covid-Erkrankung nicht am Trainingslager und auch nicht am Spiel teilnehmen konnten. Auch hier hoffen wir auf schnelles Gesund werden – und dass wir Ähnliches – dann aber mit Euch – nochmals in dieser langen Saison durchführen können.

Ein großer, ganz, ganz besonderer Dank für das Wochenende gilt Julika, der Mutter von Phili, die als weibliche Begleitperson die Trainer Gerald und den eifrigen Leon vor Ort bei allem mit Kräften und Ideen unterstützte.

Ein weiterer besonderer Dank gilt Jan und Lydia, die uns für Hin- und Rückfahrt ihren VW-Bus zur Verfügung stellten. Beide hatten zudem auch noch am Sonntag zum Spiel ein Blech mit leckerem selbstgebackenem Apfelkuchen dabei. Auch Nadine, der Mutti von Klemmi, sei herzlich gedankt: Diese war extra in den Spreewald gekommen, um die um zwei Personen angewachsene Gruppe auch vollständig zurück nach Berlin fahren zu können.

Schlussendlich noch einmal einen großen Dank an den Regionalverband der Arbeiterwohlfahrt Brandenburg Süd e.V. und seinem Jugendwerk, sowie ganz besonders Sven Born (AWO Werkstätten) und Diethard Liebchen (AWO Herbergsvater), die uns bei der sehr kurzfristigen Planung, Organisation und Umsetzung des Trainingslagers so behilflich waren. Alles Zugesagte war zu 100 % umgesetzt.

Gerald – auch im Namen von Leon und natürlich Ulf. 

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