wB beim Sparkassen Cup

 

Kurz vor Saisonbeginn stand der alljährliche Sparkassen Cup an und der Veranstalter Reinickendorfer Füchse lud zum Kräftemessen nach der Saisonvorbereitung ein. Die Gruppenzuteilung bescherte uns glücklicherweise ein sehr spielstarke Gruppe mit SV Fortuna 50 Neubrandenburg, den Frankfurter HC und dem dänischen Team Oure 1. Somit war schon mal klar, einen sanften Start ins Turnier würde es nicht geben, aber das war ganz nach dem Geschmack unseres Trainers.

Im ersten Spiel trafen unsere Mädels auf die Damen aus Neubrandenburg. Der Größenvergleich ging schon mal klar an den hohen Norden, aber das kennen wir ja bereits zur Genüge. Mit dem Anpfiff konnten beide Abwehrreihen zunächst durch gutes Stellungsspiel überzeugen. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Kein Team konnte sich wirklich entscheidend absetzten und so ging die Führung hin und her. Aber auch eine Zeitstrafe gegen uns konnte unserer Deckung nicht viel anhaben. Kurz vor dem Ende der 20 minütigen Spielzeit gab es dann einen Rückstand (6-7). Mit dem nötigen Glück, aber auch mit der nötigen Cleverness in der Defense drehten unsere Mädel das Spiel aber noch in der letzten Minute zum 8-7 Endstand. Ein durchaus guter Start ins Turnier.

Im zweiten Spiel ging es dann gegen den dänischen Vertreter Oure 1, die in unserer Gruppe mit Ihrer ersten Mannschaft vertreten waren. Athletisch durch und durch und mit sehr schnellen Beinen versehen erwartete uns eine echte Herausforderung. Von der ersten Minute war es ein sehr intensives Spiel mit hohem körperlichem Einsatz von beiden Seiten. Die besseren Chancen ergaben sich anfangs für uns, allerdings wurden gleich mal zwei 7er liegengelassen (nicht die letzten an diesem Tag). In der Defensive mussten unsere Mädels gegen die sehr agilen Däninnen extrem aufmerksam sein, was zu großen Teilen auch gelang. Wie schon im ersten Spiel konnte sich keine Mannschaft mit mehr als einem Tor absetzen. Die Spannung hielt bis in die Schlussminute an und 3 Sekunden vor Schluss rissen die Rudower Mädels die Arme hoch, denn Celine fasste sich ein Herz und holte zum Schlagwurf aus, ein Wurf, ein Strich und ein Tooooor. So ist Handball natürlich am Schönsten. Gefightet bis zum Schluss und mit dem nötigen Quäntchen Glück am Ende 7-6 gewonnen.

Im letzten Gruppenspiel trafen wir dann auf die Mädels vom Frankfurter HC. Altbekannte Gesichter trafen sich auf der Platte wieder. Und dieses Mal ließen unsere Damen so gar keinen Zweifel aufkommen, wer aus diesem Spiel als Sieger hervorgehen wird. Die Deckung stand bombensicher und vorne lupfte Soso einen Ball nach dem anderen sehenswert über die Torhüterin. Nach 10 min stand es 8-3 und wir schalteten einen Gang runter und verwalteten das Spiel bis zum Schlußpfiff. Am Ende stand es 11-6. Alle Vorrundenspiele gewonnen und damit ins Halbfinale eingezogen. Dort sollten wir dann auf GW Schwerin treffen.

KO Spiel gegen GW Schwerin? Das hatten wir doch schon mal beim Kolding Cup. Damals mit dem glücklicheren Ende nach dem Siebenmeterwerfen für Schwerin. Los ging es in einem sehr intensiven Spiel, in dem wir den etwas besseren Start erwischten und uns immer wieder einen 2 Tore Vorsprung erspielten. Aber Schwerin ließ sich nicht abschütteln und kam immer wieder ran. 4 Minuten vor dem Ende führten wir immer noch mit 2 Toren und hatten wiederholt die Möglichkeit den „Sack zuzumachen“. Aber es sollte sich die alte Weisheit bewahrheiten, wer vorne seine Buden nicht macht, der wird hinten bestraft. So kam es leider dazu, dass die Schweriner Mädels kurz vor Schluss doch noch zum Ausgleich kamen. 10-10 hieß es nach 20 Minuten. Es musste wieder einmal das 7 Meterwerfen entscheiden. Den ersten hielt Sarah gleich mal, allerdings verwarfen wir im Anschluss auch die ersten beiden Würfe und Schwerin traf im Anschluss doppelt. Das war’s. Statt dem erhofften Finale stand nun nur das Spiel um Platz 3 an.

In dem kleinen Finale trafen wir erneut auf Oure 1. Im Vorrundenspiel konnten wir die Partie ja knapp für uns entscheiden. Die Mädels kamen mit etwas gesengtem Haupt auf die Platte, das verlorene Siebenmeterwerfen hinterließ doch ein paar Spuren. Die Intensität war nicht so hoch, wie im ersten Spiel. Jedoch ging es wieder hin und her. Nach einem anfänglichen Rückstand übernahmen wir die Führung und bauten die bis zur Mitte der Spielzeit auch auf 3 Tore aus. Aber dann schwanden zusehends die Kräfte bei beiden Teams. Den 2 Tore Vorsprung kurz vor Schluss konnten wir leider wieder nicht über die Zeit retten und somit stand beim Ergebnis von 8-8 erneut ein Siebenmeterwerfen an. Leider ging auch dieses verloren. Schade, denn den dritten Platz hätten die Mädels allemal verdient gehabt. Am Ende wurden unsere Mädels Vierter, ohne ein Spiel so richtig verloren zu haben. 5 intensive und sicher auch lehrreiche Spiele wurden absolviert. Es war wirklich viel Gutes zu sehen, aber sicherlich auch einiges wo man noch ein an ein paar Rädchen drehen darf. Ein wirklich gutes Vorbereitungsturnier in dem wir am Ende das Halbfinale gegen den späteren Sieger GW Schwerin verloren haben, die im Finale die Gastgeber Reinickendorfer Füchse bezwangen.

 

Sportliche Grüße vom Knipser