mD1 qualifiziert sich souverän für die Verbandsliga

Der geneigte Leser der Website von Handballrudow wird festgestellt haben, dass es sehr ruhig war um die mD1 in den letzten Wochen. Statt Berichte zu schreiben, hat sich der Berichteschreiber lieber auf das Training konzentriert, damit die gerade angestandenen Aufgaben erfolgreich absolviert werden. Und genau so kam es dann auch.

Der Reihenfolge nach: Nach der Saison ist bekanntlich vor der Quali und wir wollten uns als (fast) reine Jahrgangsmannschaft für die Verbandsliga qualifizieren. Neu dazu kam kein Spieler, dafür aber mit Sebastian Weiß als Trainer ein sehr erfahrener Handballer, der auch gleich seine Kompetenz am Spielfeldrand unter Beweis stellen konnte. Zusammen mit Marius Poschmann bilden sie das Tandem am Spielfeldrand der neuen D1.

Um auf die Quali optimal vorbereitet zu sein, wurde Anfang April mit der Vorbereitung begonnen. Es waren 4 Wochen, in denen hart und intensiv gearbeitet wurde, gegen Narva und BSV getestet wurde (an dieser Stelle nochmal ein Dankeschön an beide Vereine für die Kooperation) nur um dem Ziel, 1. In der 1. Qualirunde zu werden, einen Stück näher zu kommen. So waren wir optimal vorbereitet für dafür. Gespielt haben wir in der Neuhofer Straße, wir als TSV Rudow waren Ausrichter.

In der Gruppe spielte neben Rudow 1 auch Rudow 2, Blau-Weiß 90 und TuS Neukölln.

Das 1. Spiel gegen Rudow 2 ist schnell erzählt. Man merkte einfach den Jahrgangsunterschied und gewann am Ende mit 22:0. Rudow 2 hat mit Wille und Leidenschaft gegengehalten, allerdings ist ein Jahr jünger zu sein in der D-Jugend ein riesiger Unterschied.

Das 2. Spiel gegen Blau-Weiß 90 sollte dann schon das Spiel um den Gruppensieg sein. Und es wurde das erwartet spannende Spiel mit hitzigen Aktionen auf beiden Seiten. Ich habe selten ein D-Jugendspiel mit so vielen Emotionen gesehen.

Nach verschlafenden Beginn, wo wir durch unglückliche Abschlüsse und wirklich schlampiger Deckungsarbeit mit 4 Toren zurück lagen, fingen wir uns 4 Minuten vor der Halbzeit und konnten mit einem Vorsprung von einem Tor in die Pause gehen (10:9). Die 2. Halbzeit sollte von der Deckung besser werden und auch von den Abschlüssen her. Das erste wurde eindrucksvoll umgesetzt, Blau Weiß 90 musste mehrfach ins Zeitspiel rein und konnte keine einfachen Tore erzielen. Jedoch schlossen wir immer noch zu unkonzentriert ab, sodass wir uns nie entscheidend absetzen konnten. Am Ende gewannen wir das Spiel 15:14, ein Tor mehr reicht und in einem Jahr fragt keiner mehr danach.

Das letzte Spiel gegen TuS Neukölln ist schnell erzählt. 19:4 für uns. Somit wurden wir mit 3 Siegen Gruppenerster und spielten in der 2. Runde um den Einzug in die Verbandsliga.

Ein großer Danke geht an alle Eltern, die uns bei der Quali unterstützt haben, sei es durch Hilfe beim Verkaufsstand, durch Stellung des Kampfgerichtes und vielem mehr. Ohne euch wäre diese 1. Qualirunde nicht so angenehm und schön geworden. Wir waren sehr gute Gastgeber.

Die 2. Qualirunde wurde am letzten Samstag in Hellersdorf ausgespielt. Gegner in der 3er Gruppe waren die SG Rotation Prenzlauer Berg und die SG Narva. Die besten 2 aus der Gruppe spielen in der Verbandsliga, der 3. Muss in die Landesliga.

Das erste Spiel war gegen die Mannschaft aus Prenzlauer Berg. In der 1. Halbzeit lieferten sich beide Mannschaften ein Spiel auf Augenhöhe, gerade auch, weil wir sehr schläfrig in der Deckung waren und oftmals den einen oder anderen Schritt zu weit entfernt vom Gegner waren. Der Angriff lief sehr flüssig und dort konnten wir einfache Tore erzielen. So gingen wir mit einer 11:9 Führung in die Halbzeit. Die Zielsetzung für die 2. Hälft lautete eine solide Abwehr zu spielen und die Führung zu vergrößern. Und in der Tat, dies gelang. Über die Zwischenstände 14:9, 19:13 kamen wir zu einem Endstand von 25:17 für uns. Der erste Schritt war getan, jetzt hieß es Energie tanken für das 2. Spiel gegen Narva. Dies wollten wir auch gewinnen, damit wir in keinerlei Rechenspiele reinkommen.

Zu Beginn war Narva die dominierende Mannschaft, wir waren von Rotation Spiel noch sehr platt und bewegten uns gar nicht im Angriff, die mangelnde Laufbereitschaft war ein Problem. In der Abwehr bekamen wir keinen Zugriff auf die Nummer 11, der die ersten Minuten machen durfte, was er wollte. Im weiteren Verlauf des Spieles wurde dies immer besser.

Dadurch kontinuierlich mit 2-3 Toren hinten und konnten erst zum Ende der 1. Halbzeit wieder näher herankommen, als wir Ballgewinne forciert haben und schnell umschalten konnten. So waren wir in der Halbzeit in Schlagdistanz (10:11). Die 2. Hälfte sollte dann zeigen, das wir das Spiel gewinnen wollten. Die Abwehr stand besser, die Kreise der Nummer 11 wurden eingedämmt, wofür der rechten Deckungsseite ein großes Lob zusteht.

Im Angriff wurde zielstrebiger gespielt und wir konnten viel einfache Tore aus der 1. Welle erzielen. Selbst eine kritische Phase am Ende des Spiels, als wir in doppelter Unterzahl spielten, wurde 2:1 gewonnen und wir gewannen das Spiel 20:15. Großes Lob an die Abwehr und Hut ab vor dem Willen der Mannschaft, die trotz vorher bereits gespielter 30 Minuten sich so in das Spiel gegen einen ausgeruhten Gegner reinwirft. Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen. Einen Dank an geht an die beiden Spieler aus der D2, die dort bei uns ausgeholfen haben, auch ihr habt euren Beitrag geleistet. Jetzt heißt es sich intensiv auf die Verbandsliga vorzubereiten, damit wir dort auch ganz oben mitspielen.

Marius Poschmann