3. Männer: Kreuzberger „Spiele“ sind lang…

Der Start in die neue Saison war für die 3. Männer alles andere als optimal verlaufen.

Man kann die ersten Spiele ruhig verlieren. Besonders wenn man gegen potentielle Aufstiegskandidaten spielt. Aber gegen CHC und FES wurde über weite Strecken das handballerische Können nicht abgerufen und gegen Z88 fehlt einfach der letzte Kampfgeist um sich die zwei Punkte zu sichern.

Das hieß für uns nicht nur drei Niederlagen, sondern die rote Laterne. Das konnte niemanden gefallen und liegt weit hinter unseren persönlichen Zielen für die laufende Saison. Also noch mal bisschen mehr anstrengen und noch mehr Gas geben in den Trainingseinheiten.

Samstag war es dann so weit ! HSG Kreuzberg II kam in unsere Halle. Noch mal wollten wir einen Gast nicht mit unseren Punkte nach Hause fahren lassen. Wir sollten also voll motiviert sein und die Chance nutzen endlich die rote Laterne ab geben zu können. Außerdem wollte unser Aushilfstrainer endlich seine Siegerkiste zahlen.

Mit voller Bank und breit aufgestellt starteten wir in das Spiel.

Der Start verlief wie vorgestellt. Nach dem man 0:1 und 1:2 zurück lag, übernahmen wir nun die Führung und wir gingen mit 4:2 in Führung. Diese Führung sollte nun auch gehalten werden. Aber irgendwie merkte man auf der Bank, dass die Leidenschaft und der absolute Wille fehlt dieses Spiel zu gewinnen. So kam es wie es kommen musste in der 20 Minute stand es wieder 10:10. Eine Auszeit war fällig. Es sollten noch mal die Kräfte gesammelt werden um die Führung in die Halbzeit zu nehmen. Aber leider kam es, wie schon in den ersten Spielen, anders. Wir fingen uns das 10:11 und rannten dann nur noch dem Rückstand hinterher. Hinzu kamen zwei Zeitstrafen kurz vor der Halbzeit. So ging man mit einem 12:14 Rückstand in die Pause.

Das verlief irgendwie nicht wie gedacht und erinnerte an die letzten Spiele und irgendwie waren auch alle etwas geknickt. Aber in der Kabine fand der Coach die richtigen Worte. Dies war unsere schwache Halbzeit und jetzt starten wir durch.

Der Start war sogar vielversprechend. Wir überstanden die doppelte Unterzahl und machten sogar in der 33 Minute den Anschlusstreffer zum 13:14. Unsere Torwart hielt einen wichtigen 7-Meter beim Stand von 15:17 und der Gast durfte auch 2 Minuten in Unterzahl spielen. In der 40 Minute waren es dann trotzdem drei Tore hinten. 14:17 da läuft etwas falsch !

Doch jetzt kam die Rudower Maschine in ihren Lauf und wir packten in der Abwehr zu und hinten nagelte unsere Schlussmann das Ding zu. Jedes Tor mussten die Kreuzberger sich hart erkämpfen. In der 48 Minute kam der erneute Ausgleich zum 20:20. Da war doch was in der ersten Halbzeit beim 10:10… richtig da kam die Wände für Kreuzberg. Nun nahm der Gast seine Auszeit in der Hoffnung die Rudower aufhalten zu können. Doch ein mal in Fahrt stoppt man uns nicht so leicht. So stand es drei Minuten später 23:20. Jetzt hieß es dran bleiben, weiter Gas geben und die Führung halten. Kreuzberg versuchte alles. Manndeckung, offensive Deckung, aber wir hatten immer eine Lösung parat. So nahmen wir die Führung bis zum Schlusssignal mit. Endstand 27:25.

Die ersten zwei Punkte waren unsere. Die rote Laterne wurde abgegeben und wir konnten über weite Strecken unser Können und unsere Stärken auf die Spielfläche bringen.

Nächsten Sonntag geht es gegen die zweite von HSG Neukölln. Der nächste direkte Konkurrent im Abstiegskampf. Also die Euphorie mitnehmen, noch mal gut trainieren und die nächsten zwei Punkte mitnehmen.