Unglückliches Ende eines hart umkämpften Derbys!

 

 

Nachdem wir bereits am 1. Spieltag Punkte in der Fremde haben liegen lassen, war das Verlangen nach zwei Punkten im Vorfeld unseres zweiten Spieles umso größer. Es erwartete uns der VfL Lichtenrade zu einer weiteren Auflage eines Südberlin-Derbys. Mit vollem Kader und breiter Brust gingen wir in das Spiel, aus welchem das Mitnehmen von zwei Punkten als einzige Option ausgeschrieben war.

 

Und diese breite Brust machte sich zu Beginn bezahlt, wir starteten mit einem 0:3 Lauf und nötigten Lira-Trainer Stefan Krai bereits nach knapp drei Minuten zur ersten Auszeit. Dort rüttelte er seine Spieler offenbar nochmal vernünftig wach, sodass sich die anfängliche Dominanz seitens Rudow legte. In der achten Minute glich Lichtenrade schließlich zum Stand von 5:5 aus. In der Folge gestaltete sich der Rest des ersten Durchganges sehr ausgeglichen. Nach mehreren Toren des starken P.Krüger verlief das Spiel über 9:9 und 11:11, bevor letztlich der vom Punkt überaus treffsichere Nils Vergin mit einem seiner acht 7m-Tore den Halbzeitstand von 13:14 herstellte.

 

In Halbzeit zwei änderte sich bis zum 21:22 Führungstreffer für Rudow in der 48. Minute nichts am bisherigen Spielverlauf. Dann jedoch nutzte der Gastgeber in Form einiger einfacher Tore des Top-Torschützen Jonas Beer überhastete Fehlwürfe unsererseits aus und setzte sich erstmals mit drei Toren auf 25:22 ab. Auszeit Rudow. Und auch diese Auszeit sollte etwas bewirken. Als Team kämpften wir uns noch einmal zurück in die Partie und konnten in der 56. Minute zum 25:25 ausgleichen. Die Partie, welche für ein Derby zwar recht fair verlief und entsprechend wenige Zeitstrafen zu verbuchen hatte, aber dennoch von 7m-Entscheidungen geprägt war, fand eine entsprechende Schlussphase. Vergin und Beer im Wechsel vom Punkt sowie zwei weitere Tore aus dem Feld später stand es wenige Sekunden vor Schluss 27:27, als das konsequente junge Schiedsrichtergespann einmal mehr, wenn auch sehr fragwürdig, auf 7m entschied. Diesen verwandelte der 18-fache Torschütze Jonas Beer zum Endstand von 28:27 für den VfL.

 

Natürlich steht am Ende eine enttäuschende Derby-Niederlage und ein erneut unerwartet schlechter Saisonauftakt zu Buche, dennoch bewiesen wir einmal mehr Moral und kämpften über 60 Minuten um die zwei Punkte. Mit einer ähnlichen Einstellung und etwas mehr Gelassenheit in den entscheidenden Phasen können wir also trotzdem wohlwollend vorausschauen. Um unsere Durststrecke zu beenden, müssen wir nun am kommenden Samstag, den 29. September gegen Polizei SV alles in die Waagschale werfen. Hierbei zählen wir auf eure Unterstützung! Anpfiff ist um 17.00 Uhr in unserer diesjährigen Heimspielstätte, der Elli-Kuhr (Elfriede-Kuhr-Str. 17, 12355 Berlin).

 

Das Team

 

 

Der Kader:

M.Al-Sabh (1.-60.), J.Jäckel (o.E.), J.Osterloh (2), O.Hauschild, A.Brandt, P.Brunk (1), N.Vergin (9/8), C.Köhler (1), N.Silbernagel (2), D.Röder (4), P.Krüger (6), M.Schleiden (1), C.Heinekamp (1)