Spielbericht AH Ü 32 gegen BW 90

Nach den ersten beiden Spielen der Saison, in denen ein Sieg eher nur Pflicht war, stand am Dienstagabend das Spiel gegen einen der Mitbewerber um den Staffelsieg auf dem Programm. BW 90 war bisher verlustpunktfrei und auch wir wollten unsere weiße Weste behalten.

Spiele unter der Woche haben ja so ihren eigenen Charakter und so war in der Kabine eine hohe Konzentration zu spüren, aber nicht die unbedingte Leidenschaft. Dies änderte sich aber mit Anpfiff der Begegnung schlagartig. „Heiß wie Frittenfett“ (Jan Orgel) war ein jeder und in der Deckung wurde mit großem Willen verteidigt. Aus der sicheren Abwehr heraus erzielten wir schnell eine Führung, die wir immer weiter ausbauten. Es war beeindruckend zu sehen, wie jeder Spieler seine ganze Energie einbrachte. Wenn etwas in der Deckung misslang, wurde es im Angriff ausgebügelt, ließ sich der Nebenmann ausspielen, wurde geholfen, wenn nichts mehr ging, dann war da noch unser Schmöki. Bis zur 12. Minute führten wir mit 7:1. Danach kamen die Blau-Weißen, die dieses Mal im orangefarbenen Auswärtstrikot antraten, besser ins Spiel. Die nächsten 12 Minuten gingen knapp an sie, bevor wir uns dann mit gleicher Qualität wie am Anfang des Spiels bis zur Pause deutlich absetzen konnten.

Der Pausentee war heiß, wir besprachen, was uns im 2. Durchgang erwarten würde, nämlich ein Tempelhofer Team, das noch einmal alles in die Waagschale werfen würde, um das Spiel irgendwie noch zu drehen. Jedoch, es kam anders: BW verwarf gleich zu Beginn einen 7m und wir erhöhten die Führung sofort um zwei weitere Tore. Die ersten 10 Minuten des 2. Durchgangs gehörten wieder uns und wir bauten den Vorsprung von 9 auf 14 Tore aus. Trotz des hohen Vorsprungs und einiger verworfener Bälle stieg die Tordifferenz zum Ende hin dann noch auf 18 Treffer.

Vom Publikum war zu hören, man hätte auf ein spannendes Spiel gehofft und nicht auf solch eine einseitige Begegnung. Aber man muss ehrlich sagen, bei uns hat dieses Mal alles gepasst. Das kommt nicht immer vor. Und ebenso werden die Tempelhofer sagen, bei ihnen lief dieses Mal gar nichts. Und auch das ist eher selten. Anerkennen möchten wir, dass der bestimmt vorhandene Frust bei unseren Gästen sich überhaupt nicht in Härte zum Gegner ausdrückte. Danke für das faire Spiel! Und danke auch den beiden Unparteiischen, den Sportkameraden Lompa und Wendisch, die mit beiden Mannschaften nicht allzu viel Mühe hatten und gut leiteten.

Auch wenn „nach dem Spiel vor dem Spiel“ ist, muss ausdrücklich gelobt werden: 1. der Teamgeist, 2. Schmöki (das war Wahnsinn), 3. Frank (Kämpfer und Vollstrecker), 4. Tibor (mit 54 Jahren und 8 Toren der Älteste im Team mit anspruchsvoller Deckungsaufgabe), 5. Lars K., der nicht nur im Angriff sondern später auch in der Deckung auf ungewohnter Position eine gute Rolle spielte. 6. bis 14. alle, denn ihr wart gestern ein Top-Team!

Jeder von uns, selbst Bernd, unser Lieblingsabteilungsleiter ist gestern Abend grinsend ins Bett gefallen.

Für das Team, Matze