Lübeck, Lübeck! Wir fahren wieder nach Lübeck! – wE1

So war es schon Wochen vor der Fahrt zu hören. Endlich war es am Freitag, 30.Juni soweit. Die komplette wE 1 machte sich mit den vielen anderen Rudower Handballer/innen mit 3 Reisebussen auf den Weg. Bei uns waren dabei: Maya, Josie, Letti, Maria, Marie, Mira, Mara, Fini, Fiona, Aycan, Alina und Laura. Leider hat das Wetter wieder mal nicht mitgespielt. Es regnete, sodass wir so schnell wie möglich in den Bus wollten. Mit der 2.wE und der männlichen E 1 und 2 saßen wir im Bus und vertrieben uns die Zeit mit erzählen, singen, spielen und einen Film schauen. Wir 4 Mannschaften hatten in der Unterkunft auch in einem Pavillon unsere Klassenräume, also etwas separat von den anderen 10 Mannschaften. Am Freitag haben wir nur noch unsere großen Mädchen bei ihren ersten Spielen angefeuert. Am Samstag ging es dann zum Frühstück, Mannschaften anfeuern und dann endlich mittags zu unserem 1.Spiel. Der Regen meinte es immer noch gut mit uns. Aber wir wollten endlich spielen. Der 1. Gegner war HSG Bad. Noch etwas unsicher schlitterten wir über den Rasen. Aber alle hatten sich schnell an den Rasen gewöhnt, spielten flott und warfen 6 Tore. Maya und Letti ließen nur 4 in ihr Tor. Super, so konnte es weitergehen. Das nächste Spiel war gegen HSV Wildau. Endlich ohne Regen, mit ein bisschen Sonnenschein. Alle legten los. „Wer hat wen?“ Simone ließ nicht locker. Aber alle hatten nur ein Ziel, Tore werfen. Die wenigen Bälle, die auf das Tor kamen, hielt Maya ganz sicher fest. Nur 3mal flutschte der Ball durch. Endstand 12:3 für uns. Kurz gejubelt und dann mussten wir auch schon los zum Center Court auf dem Marktplatz von Lübeck. Der Shuttle Bus ließ auf sich warten. Aber kurz vor dem Anpfiff waren wir endlich Da. TSV Travemünde startete mit 5 Spielerinnen. Alle genossen diesen schönen weichen Belag. Endlich mal keine Rutschpartie. Die Mädels waren begeistert, in dieser Kulisse spielen zu können. Ja und der Gegner bekam es zu spüren. Endstand 12:0. Wir waren im A-Pokal und als Gruppenerster auch gleich im Viertel Finale. Am Abend ging es zum Länderspiel der mA-Jugend Deutschland : Japan. Es war toll, so mit Nationalhymne und Vorstellung aller Spieler. Die japanischen Namen gefielen uns besonders. Am Sonntag hieß es Kofferpacken und ab zum Sportplatz, mal ohne Regen. Wir spielten wieder erst mittags und dann natürlich im Regen. Bramstedter TS musste geschlagen werden, um ins Halbfinale zu kommen. Alle waren aufgeregt, aber der Ball lief gut, Maya im Tor war absolut sicher und so endete das Spiel 12:1 für uns. Das war ein Jubel! Wir waren noch nie so weit gekommen. Inzwischen hatten wir wieder unser Regenspiel. Halbfinale gegen SC Markranstädt. Na ja, dachte ich, ob das gut geht? Mich beschäftigten 2 große Mädchen. Und so kam es dann auch. Wir hatten Chancen genug, aber leider kein Glück. Sie spielten mit dem rauslaufenden Torwart, sodass immer eine Überzahl entstand. Ja und dann noch mit dem langen Ball nach Vorn, für die beiden Großen. Wir haben es zuerst nicht in den Griff bekommen. Später dann schon, aber die Zeit reichte nicht. Maya hielt was zu halten war, aber unsere Werfer trafen nicht. 5:7 verloren. Nun hieß es das kleine Finale zu gewinnen. Aber das gestaltete sich auch schwierig. Unsere Kräfte ließen merklich nach, die Enttäuschung kam dazu. Unser Gegner war MTV Lübeck. Wohl war mir dabei nicht. Schiedsrichter, ein Junge aus Lübeck, der die Spieler kannte. Ja dann spiel mal! Dafür sind wir einfach noch zu naiv. Was willst du machen, es wurde von der Mittelinie aus gepfiffen. Plötzlich war bei uns alles übertreten als wir führten. Na ja. Das werden wir auch noch lernen, mentale Stärke zu zeigen. Gegenhalten war hier gefragt. Aber das lernt man in Berlin ja nicht. Bei allen Spielen, die ich hier gesehen habe, muss ich sagen, fehlt uns Berliner eine gewisse Härte, die zuhause verpönt ist. Endstand dann 7:8. Wir hatten also den 4. Platz erspielt. Nach der ersten Enttäuschung, konnten wir uns dann doch wieder freuen. Wer die Spiele gesehen hat, der hat feststellen können, dass hier eine spielstarke Mannschaft heranwächst, eine Mannschaft, die mit Freude und Engagement spielt, die sich versteht und zueinander hält. Es macht mich stolz, muss ich sagen, so eine Mannschaft weiter geben zu können. Die Rückfahrt ging schnell vorbei, dann hieß es nur noch, schnell Tschüs sagen und ab ins Bett.

Eure Vera