Hoffnungsschimmer trotz Niederlage

Nach dem tollen ersten Sieg in der Landesliga am zweiten Spieltag (14:13 gegen Narva) musste die wD2 am Sonnabend beim Tabellenführer TSC Berlin II ran. Nach zuletzt eher schwachen, aber wenigstens engagierten Trainingseinheiten schlugen sich die elf Mädels von Trainerin Ulli Krieger gegen den großen Liga-Favoriten tapfer – 16:28 (7:15).

Leider ließen sich die Rudower Mädels in der ersten Hälfe in der Manndeckung zu oft von den TSC-Angreiferinnen „vernaschen“, überrennen. Immer wieder das gleich Bild: Prellen, Körpertäuschung ­– Tor. Torhüterin Lara M. (Erbse) mit undankbarem Job im Kasten, konnte bei den vielen Tempo-Gegenstößen nicht viel halten.

Trainerin Ulli Krieger: „Wir haben viel zu viele individuelle Fehler gemacht. Wir müssen das ganz schnell abstellen. Denn unsere Fang-, Pass- und Doppelfehler führten fast immer gleich zu direkten Gegentoren.“  In die Halbzeit ging es mit 7:15.

Eigentlich kam jetzt die Zitter-Halbzeit für die Rudower Girls, mit der 1:5-Deckung stehen die wD-Neulinge im zweiten Abschnitt noch auf Kriegsfuß. „Doch die Mädchen haben mich überrascht. Über Wille und Kampf kam dann doch eine wirklich gute Halbzeit heraus, in der wir sogar neun Tore werfen konnten. Und zwei weniger zuließen als im ersten Abschnitt“, zieht der Coach Bilanz. Und schiebt lachend nach: „Der Gegner half da etwas mit, spielte zwischendurch immer wieder Manndeckung, mit der unsere Mädels einfach besser klarkommen.“

Trotzdem hatte die wD2 mit zwei TSC-Spielerinnen, wie schon im OSF-Spiel, besonders große Schwierigkeiten. Hella (Nr.27/11 Treffer) und Moana (Nr.37/8 Treffer) schenkten den Süd-Berlinerinnen insgesamt 19 Tore ein (!). Krieger: „Das müssen wir besser lösen.“

Extra-Lob gab es am Ende von Ulli Krieger für Torhüterin Dilara: „Sie hat in der zweiten Halbzeit wirklich sehr gut gehalten, auch mal einen Konter entschärft, und so den Mädels davor mehr Stabilität gegeben. Schön, dass sich unsere Torschützinnen wieder auf viele Girls verteilen. Auf so ein Spiel lässt sich trotz Niederlage aufbauen. Ich hoffe, die Mädchen nehmen das Positive jetzt mal mit ins Training.“

 

Für Rudow spielten: Erbse (1 Parade), Dilara (9 Paraden), Ceyda (5 Tore), Nele (4), Katharina (3), Charlene (3), Klemmi (1), Aylin, Lara-Maria, Julia, Zaklina