Bad Girls werden beeindruckend Berliner Meister im Final Four

Draußen wehte ein eiskalter Wind und da war es wieder einmal umso schöner, dass wir in dieser Jahreszeit dem „Indoor“ Handballsport beiwohnen dürfen. An diesem Sonntag stand bei der wC das zum ersten Mal ausgetragene Final Four auf dem Programm, Austragungsort war die Handballhalle in der Forckenbeckstr. in Berlin Wilmersdorf. Qualifiziert hatten sich aufgrund der Abschlusstabelle die Teams von der SG OSF, Reinickendorfer Füchse, Berliner TSC und unser TSV Rudow.

Und unsere Bad Girls durften auch gleich das erste Habfinale gegen die Mädels von der SG OSF bestreiten. Man kennt sich ja aus einigen Liga- und Pokalbegegnungen. Das dieses Spiel kein Selbstläufer werden würde, war jedem von uns klar. Leider mussten wir immer noch auf die verletzte Ryleen verzichten, die aber zur tatkräftigen Unterstützung natürlich mit dabei war. Trotzdem gab es nur ein Ziel, nämlich das Finale zu erreichen. Die Halle füllte sich vor Beginn des ersten Halbfinals zunehmend und um 10 Uhr war dann der Anpfiff zum ersten Halbfinale.

Wie von uns schon geahnt, wollten sich die OSF Mädels nicht kampflos ergeben. So taten wir uns dann in den ersten 10 Minuten, wie bereits im letzten Aufeinandertreffen in der Verbandsliga, etwas schwer. Zweimal mussten wir einen Rückstand egalisieren, um dann mit 3-2 die Führung im Spiel zu übernehmen. Jetzt bekamen unsere Mädels einen besseren Zugriff zum Spiel und erarbeiteten sich Chance um Chance. Auch wenn noch nicht alle verwertet wurden, erhöhten wir die Führung Stück für Stück. 5 sec vor der Halbzeit erzielten wir dann das 10-6 und ab ging es in die Pause.
In der zweiten Hälfte erwischten wir den besseren Start und ließen in der Folge überhaupt keinen Zweifel mehr aufkommen, wer hier die Platte als Sieger verlassen wird. Nach 30 min stand es bereits 18-10. Über die gesamte Spielzeit wechselte unser Trainerteam immer wieder durch und so bekamen alle Mädels Ihre Einsatzzeiten. Am Ende zogen wir in einem zu jederzeit äußerst fairen Spiel mit einem 22-15 verdient ins Finale ein.

TSV Rudow – SG OSF              22-15

Unsere Gegnerinnen wurden im zweiten Halbfinale zwischen den Reinickendorfer Füchsen und dem Berliner TSC ermittelt. Dieses Duell ging deutlich mit 29-15 an den Berliner TSC.

Somit standen sich im „kleinen Finale um Platz 3“ die Mädels von der SG OSF und den Reinickendorfer Füchsen gegenüber. Hier setzten sich am Ende die Schöneberger OSF Mädels in einem spannenden Spiel mit 20-17 durch. Unsere herzlichen Glückwünsche gehen an die Mädels von der SG OSF zum dritten Platz in der Berliner Meisterschaft.

Um 15:30 Uhr war es dann soweit, das Finale in der wC Verbandsliga stand auf dem Programm. Zuvor noch ein kleiner Blick zurück….das Hinspiel in der Verbandsliga verloren wir ja in der letzten Sekunde mehr als unglücklich, konnten aber schon das Rückspiel deutlich gewinnen und in großen Teilen zu unseren Gunsten gestalten, ohne aber wirklich gut zu spielen. Somit war für unsere Mädels klar, da geht noch viel mehr. Und mit genau dieser Einstellung machten sich unsere Bad Girls auch vor dem Spiel warm. Ich beobachte dieses Team ja nun schon einige Zeit, aber ich habe noch nie eine so gelöste, lachende und vor Selbstbewusstsein strotzende Mannschaft gesehen. Von Aufregung keinerlei Spur, im Gegenteil, sie freuten sich alle regelrecht auf diese Finale und man sah das Funkeln in ihren Augen.

Die Halle war nun einem Finale in der Berliner Meisterschaft würdig, sehr gut besetzt. Pünktlich um 15:30 Uhr war der Anpfiff zur der Partie und es war sofort Stimmung in der Halle, vor allem von dem zahlreichen Rudow Anhang. In den ersten 5 Minuten ging es noch ein wenig hin und her. Während unsere Mädels sofort versuchten spielerisch zum Torabschluss zu kommen, kamen die TSC Mädels eher durch Einzelaktionen zu Toren. Nach knapp 10 Minuten (6-4) hatten unsere Mädels dann das Spiel und den Gegner ganz gut im Griff. Im Angriff folgte ein schöner Spielzug dem Nächsten und in der Abwehr wurde einfach grandios gearbeitet und sehr gut verschoben. Dazu eine lautstark unterstützende Bank und frenetisch anfeuernde Zuschauer auf den Rängen. Die Mädels strahlten aber auch eine Spielfreude aus, der man sich einfach gar nicht entziehen konnte. Das hinterließ natürlich auch Spuren beim Gegner. Ein ums andere Mal waren unsere Offensivaktionen zu schnell für die TSC Mädels, so dass nur noch regelwidrige Fouls unsere Torabschlüsse verhindern konnten. Bis zum Pausentee konnten wir den Vorsprung auf 4 Tore ausbauen und das war auch hochverdient.

So wie die erste Halbzeit aufgehört hat, begann auch die Zweite. Unsere Mädels ließen aber auch nicht den leisesten Zweifel daran aufkommen, dass sich an Ihrer spielerischen Überlegenheit etwas ändern würde. Die TSC Mädels versuchten früh die „Brechstange“ rauszuholen, aber da war ja noch unsere Sarah im Tor, die mit tollen Paraden auch das letzte Fünkchen Hoffnung des TSC zunichte machte. Im Angriff erspähten wir jede Unachtsamkeit des Gegners und bestraften diese mit einem Tor nach dem Anderen. Nach 6 Minuten in der zweiten Halbzeit holte sich zudem die Nr. 8 des TSC die dritte Zeitstrafe ab (alle mehr als verdient) und kassierte die rote Karte. Auf der Anzeigetafel stand nach 30 Minuten Spielzeit ein 18-11 und die Gegenwehr des TSC war komplett gebrochen. Die letzten 10 Minuten schalteten unsere Mädels dann einen Gang runter und behielten trotzdem die Spielkontrolle. Den sicheren Sieg vor Augen genossen unsere Mädels zurecht die letzten Minuten und ließen sich von der gesamten Halle feiern. Als beim Stand von 21-14 die Schlusssirene ertönte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Ausgelassen feierten unsere Mädels die Meisterschaft in der wC Verbandsliga und machten auch beim Siegertanz eine sehr gute Figur. Die Spielfreude, die sie über die gesamte Partie gezeigt hatten, strahlten unsere Bad Girls auch bei der anschließenden Siegesfeier aus. Mädels, das war nicht nur grandios, sondern in erster Linie Werbung für sehr guten Handball!

TSV Rudow – Berliner TSC                21-14

GRATULATION ZUR BERLINER MEISTERSCHAFT

 

Noch am Rande bemerkt, das junge Schiedsrichtergespann hatte das Spiel zu jeder Zeit voll im Griff und leitete dieses Endspiel sehr souverän und quasi fehlerfrei.

Ich möchte hier auch noch ein sehr großes Dankeschön und natürlich die dazugehörige Gratulation an unser gesamtes Trainerteam um Chefcoach Carsten, Co-Trainer Pascal und Co-Trainerin Steffi aussprechen. Ihr habt unsere Jungdamen hier hingeführt und diesen tollen Erfolg ermöglicht. Dieser Erfolg ist ein gemeinsamer Erfolg. Was für ein grandioser Saisonabschluss in der Verbandsliga…auf geht es zu den nächsten Zielen…

Hier noch mal unser gesamtes Meister Team der wC:

Sarah, Vivi, Kim, Hannah, Caro, Alina, Milli, Michi, Jana, Nia-Naja, Lucia, Soso und Ryleen, Coach Carsten, Co-Trainerin Steffi und Co-Trainer Pascal

Sportliche Grüße vom Knipser