Eine Niederlage die nicht weh tut, sondern Mut macht !

Rückblickend, nahm das letzte Wochenende auf das Spiel von heute leider entscheidend Einfluss…. Zwar hatten wir am letzten Wochenende alle Spiele sehr überzeugend gewonnen, jedoch konnten wir nicht alle Spielerinnen wieder gesund mit nach Hause nehmen. Im C-Spiel bei den Füchsen hat es Caro leider herbe erwischt und im anschließenden B-Spiel knickte dann auch noch unsere Torhüterin Sarah um. Bei Beiden war leider bereits einen Tag später sicher, dass sie länger ausfallen würden. Mehr als ärgerlich, aber irgendwie klebt da in den Spielen gegen die Füchse ein bisschen das Pech an unserem Team…
Somit war leider auch klar, dass wir im heutigen Spiel gegen den haushohen Favoriten Reinickendorfer Füchse wie schon so oft leider nicht in voller Mannschaftsstärke antreten durften. Èlaine erlärte sich bereit das Tor für Sarah zu hüten und so hatten wir mit Celine nominell nur noch eine jahrgangsechte B-Spielerin auf dem Feld. Sieht man sich im Gegenzug den Kader der Gäste an, waren das auf dem Papier sehr ungleiche Voraussetzungen für dieses Duell. Ausgleichend für uns war aber, dass die Füchse nicht mit Ihrem Chef Coach kamen.

Los ging es in der Neuhofer und den besseren Start erwischten die Gäste aus Reinickendorf. Nach 7min war der Spielstand 1-5 und Coach Carsten Krüger nahm eine Auszeit. Ich weiß ja nicht was er in diesem Time Out gesagt hat, aber es müssen die richtigen Worte gewesen sein. Mit dem Wiederanpfiff gelang einiges besser, vor allem im Angriff. Nach 10 min war der Rückstand aufgeholt und es stand 5-5. Èlaine konnte einige Bälle parieren und in der Offensive waren wir nun endlich konsequent. Zum Ende der ersten Hälfte leisteten wir uns leider ein paar Unaufmerksamkeiten und mussten mit einem 7-13 in die Pause gehen. Mit ein bisschen mehr Glück und weniger Pfostentreffer hätte der Rückstand etwas knapper sein können.

Nachdem der Pausentee getrunken war und beide Teams wieder auf der Platte standen, ging es in diesem Spiel weiter. Von nun an war das Spiel auf Augenhöhe. In der Abwehr standen wir wirklich gut und verhinderten einige Würfe, konnten aber natürlich trotzdem nicht jede Einzelaktion der Gäste unterbinden. Aber was schön anzusehen war, dass wir im Angriff tolle Kombinationen zeigten und unsere Tore herausspielten. Es waren wirklich gelungene Zuspiele zu den Außen und zum Kreis, die dann auch in Toren für unsere Bad Girls endeten. Bis zur Mitte der zweiten Hälfte konnten wir verdientermaßen den Rückstand auf 3 Tore verkürzen. In der Folge konnten die Reinickendorferinnen Ihren Vorsprung dann aber auf 5 Tore ausbauen und in den letzten 5 Minuten kam dann auf unserer Seite nicht jeder Pass mehr da an, wo er hinkommen sollte. Die Gegentreffer in den letzten Minuten waren sicherlich unnötig. Am Ende stand ein 21-30 auf der Anzeigetafel, sicherlich verdient, aber wie jeder in der Halle gesehen hat um 4-5 Tore zu hoch. Wenn man sich vor Augen hält, dass wir „ohne“ Torhüterin gespielt haben (wobei das die großartige Leistung von Èlaine im Tor um keinen Deut schmälern soll…) und zu 95% mit einem 2003er / 2004er Kader gespielt haben, dann kann man vor dieser Leistung unserer Mädels nur den Hut ziehen. RESPEKT ! Die gute Trainingsarbeit, die die Mädels Woche für Woche leisten, hat sich heute auf der Platte widergespiegelt. Und wenn man in die Gesichter der Mädels nach dem Spiel schaute, konnte man sehen, dass die Leistung gestimmt hat.

Es war im Übrigen ein über die gesamte Spielzeit sehr faires Spiel, in dem sich der Schiedsrichter durch nix beirren ließ. Hüben und drüben gab es mal einen Pfiff zu viel oder auch zu wenig. Aber der Schiedsrichter war keinesfalls der Mittelpunkt des Spiels, sondern die Mädels auf der Platte. Mehr davon bitte…

TSV Rudow – Reinickendorfer Füchse 21-30

Sportliche Grüße vom Knipser