Ja nun endlich war es dann soweit, die 12. ODM der Herren ü40 wurde ausgespielt

Nach der Begrüßung der angereisten Mannschaften, durch Michael Kurt, starteten wir als Gastgeber im ersten Spiel.

Unser Gegner sollte dann sogleich die SG Motor Arnstadt sein, da hatten wir aus dem Turnier von vor 2 Jahren in eigener Halle noch etwas gut zu machen, verloren wir doch das Halbfinale damals.

Das Spiel begann ausgeglichen und wir konnten uns nur wenig absetzen, mit einem 5:9 aus Sicht des Gegners ging es in die Halbzeitpause, doch in der zweiten Hälfte konnte dann ein ganz sicheres 7:17 heraus gespielt werden.

Der Anfang ist ja bekanntlich immer mit am Schwersten, gut ins Turnier zu starten bei so kurzen Spielzeiten von je nur zweimal 15 Minuten dann auch noch um so wichtiger.

Danach durften wir uns die Mitfavoriten angucken, EHV Aue versus SG Westhavelland, beide rieben sich aneinander auf uns es war teilweise auch ein recht hart geführtes Spiel, in dem das Schiedsrichtergespann seine Mühen hatte und auch nicht immer zur Freude aller Akteure die Pfeifen zu nutzen wussten, aber das ist Sport, manchmal passt es Einem und manchmal dem Anderen eben nicht.

Die Wertung des Spieles wurde dann zurückgenommen, aber dazu dann an passender Stelle noch mehr.

Im dritten Spiel trafen dann TUS Dieskau und die SG Motor Arnstadt aufeinander, die TUS Dieskau zum ersten Mal dabei, musste nach spannendem Spiel eine knappe 11:13 Niederlage hinnehmen.

Nun waren wieder wir an der Reihe, es stand als Gegner der EHV Aue auf dem Parkett.

Aue von Beginn an hellwach und wir vollkommen von der Rolle.

Man traute seinen Augen nicht, wir wollten doch den Pott behalten und rannten einem 1:7 hinterher.

Wir fingen uns ganz langsam wieder und konnten zur Halbzeit den Abstand deutlich verkürzen, doch schon hier wurde klar, so ganz ohne Kampf geht das nicht.

Und Aue scheute sich nicht auch mal ordentlich zuzupacken.

Doch einige verworfenen Chancen von Aue, unsere dann gefälligen Konter, ließen das Spiel kippen und nun hatten die Schiedsrichter ihren Auftritt.

Eine klare Fehlentscheidung führte dazu, dass es zum Abschluss nicht Unentschieden stand, sondern Matze Langer noch einen Konter zum dann doch unverdienten Sieg erzielen konnte.

Aber was heißt hier unverdient, wir lagen immer zurück, gaben uns niemals auf, das wird eben auch belohnt.

Und es war ja nun beileibe kein geschenktes Spiel, die Aue Spieler, welche im Anschluss „um ihre Gesundheit“ fürchteten, haben zwei von uns ins Krankenhaus befördert.

Axel bekam nicht als Einziger die Hand ins Gesicht, doch bei ihm traf es das Auge, wobei er sich eine schmerzhafte Hornhautverletzung zuzog.

Und mein Knie hielt auch nicht komplett stand, beim Konterversuch umgerannt, hatte das Innenband, wie sich dann beim MRT herausstellte, keinen Spaß mehr am Handball gehabt und ist gerissen.

Dennoch kann ich ein ganz klein wenig Aue verstehen, sauer auf den letzten Pfiff gewesen zu sein, ein Unentschieden wäre dem Spiel auch gerechter gewesen.

Doch Aue hatte danach die Nase voll vom gepflegten Altherrentreff und duschte sich vorzeitig, so wurden deren Spiele aus der Wertung genommen und der Spielplan ein ganz klein wenig umgestaltet.

Als dann wieder alle sich besonnen Handball spielen zu wollen, traten TUS Dieskau und SG Westhavelland gegeneinander an.

Hier zeigte sich schnell, dass das kompromisslosere Spiel der SG Westhavelland sich durchsetzen wird.

Die TUS Dieskau war über das ganze Spiel gesehen ohne Chance und musste sich verdient 13:19 geschlagen geben.

Aue war ja nun raus, also spielten wir dann gegen die TUS Dieskaui und komischerweise, trotz der nur sehr kruzen Pause, kamen die Dieskauer besser ins Spiel und hielten es lange Zeit offen.

Am Ende stand ein 14:11 für uns auf dem Tableau, aber das war hart erkämpft.

Es folgte dann das vorletzte Spiel im modifizierten Spielplan, SG Motor Arnstadt gegen die SG Westhavelland.

Und auch hier war es eine lange ausgeglichene Partie, bevor sich dann die SG Westhavelland mit 12:15 durchsetzen konnte.

Im letzten Spiel des Turniers trafen die einzigen ungeschlagenen Mannschaften aufeinander, SG Westhavelland kontra TSV Rudow oder wie es neu so schön geschrieben wird woduR VST.

Widererwarten nur mittelmäßig hart und auch gleich eine sichere Sache, quasi null Problemo.

Die Rudower Mannen spielten ihr Ding durch und hielten den Gegner auf Abstand, so kam auch erst gar keine Hektik auf.

Am Ende stand der verdiente Titelträger fest, das Ding mit der Titelverteidigung hatte funktioniert, Rudow war und ist alter und neuer Ostdeutscher Meister der Herren Ü40.

Insgesamt eine leider nur mäßig besuchte Veranstaltung mit Höhen und Tiefen aber auch sportlich starken Leistungen.

Sicher bleibt der kleine Wehrmuthstropfen, dass der EHV Aue, sich aufgrund einer haarsträubenden Entscheidung, der sonst ordentlich pfeifenden Herren, dazu bemüßigt fühlte das Handtuch zu werfen und abzureisen, schade drum und in meinen Augen ein wenig Püppchenhaft.

Abschlusstabelle:

  1. TSV Rudow 43:27 Tore 6:0 Punkte
  2. SG Westhavelland 43:37 Tore 4:2 Punkte
  3. SG Motor Arnstadt 32:43 Tore 2:4 Punkte
  4. TUS Dieskau 35:46 Tore 0:6 Punkte
  5. EHV Aue

Ein Dank an alle, die auch in diesem Jahr wieder fleißig dabei waren, das überhaupt dieses Turnier so stattfinden konnte und es Grillfleisch, Würstchen und Getränke gab.

Aufgrund des kleinen Unfriedens haben wir als Titelverteidiger das Anrecht abgetreten auch im nächsten Jahr Ausrichter zu sein und freuen uns, dass wir dann um den Titel in der Fremde spielen werden.

Mit sportlichem Gruß

Alexander Hagenstein

Pressewart Handball

Merken