Ü40-Sieg über SG NARVA mit 30:14

Nachdem die Ü32 gegen die SG Narva am Sonnabend ihr Spiel siegreich gestalten konnte, durfte im Anschluss die Ü40 im Spitzenspiel, Erster gegen Zweiten, ran. Um einer Niederlage vorzubeugen, was natürlich die Stimmung für das anschließende gesellige Beisammensein etwas getrübt hätte, hat Taktikfuchs H.K. wieder tief in sein Zaubertäschchen gegriffen. Tilo und Huutsch, beides Jung-Vierziger, durften ihr Debüt bei den „Alten“ geben.

Narva, gecoacht von unserem ehemaligen Mitspieler bei Lok Schöneweide, Ecki, beklagte gleich zu Beginn, dass der beste Mann der Mannschaft nicht dabei wäre. Um die Tränen zu trocknen, bekam er unmittelbar 10 Tempo’s gereicht. Der Gegner war zahlenmäßig voll, wir auch. Nein, von der Neuköllner Meisterfeier hatte keiner mehr Nachwehen, jeder wusste doch um die Bedeutung dieses Spitzenspiels. Vielleich hatte ja Ulli noch einige Koordinationsschwierigkeiten. Beim Ausfüllen des Spielberichtbogens waren wir als Gastmannschaft plötzlich im Heimrecht! Aber ansonsten hat Uli wieder alles toll hingekriegt, brauchte diesmal nicht alle nach den Nummern fragen, meine 16 hatte er sich gemerkt. Weiter so!! Wird schon!!!

Kurz vor Spielbeginn gab Harry dann nochmals letzte taktische Anweisungen. Wenn das so und so ist, dann reagieren wir so. Wenn die Situation aber so ist, dann machen wir das und wenn es ganz anders kommt, dann….., ja dann…… Eigentlich ist doch alles klar. Darauf kann man schon aufbauen. Schnell lagen wir zu Spielbeginn mit 3:0 vorne. Entweder es lag an den guten taktischen Anweisungen vorab oder am Training vom letzten Dienstag. Irgendwie lief es und auch wieder nicht. Wir warfen Tore und vergaben auch eine Menge an Chancen. Frei am Kreis trafen wir die Arme des Torwartes, die dieser nicht schnell genug wegziehen konnte oder auch bei ‘nem Konter unseres auf Wolke 14 schwebenden Rechtsaußen. Ziemlich cool war, als mit 10 Minuten Verspätung ein neuer gegnerischer Spieler die Platte betrat, der die Nummer 25 trug, wie bereits ein anderer Spieler. Auf die doppelte 25 angesprochen, diskutierte er mit dem Schiri und er war der Meinung (die er übrigens exklusiv hatte) es wäre ganz klar zu erkennen, dass er die 26 trägt. Etwas unfair ging es gelegentlich auch zu. Konter Matze, Bein gestellt am Mittelkreis, glücklicherweise war Matze zu schnell, sonst hätte es böse ausgehen können. Der Torwurf aus dem Konter kam einem Kullerbällchen gleich, konnte vom Torwart aber trotzdem nicht gehalten werden. Handballregeln stehen bei der Truppe von Narva nicht an erster Stelle – mein Eindruck. Bei ‘ner schnellen Mitte sollte man nicht unbedingt durch den Mittelkreis rennen und eine 2 Min.-Strafe kann auch ohne vorherige Gelbe Karte gegeben werden. Bloß gut, dass der Schiri da sattelfest war. Kompliment übrigens, wie er dieses Spiel geleitet hat, denn der Gegner verwendete meist mehr Luft in Diskussionen, Beleidigungen oder in schauspielerische Darbietungen als auf‘s Spiel. Der Halbzeitstand lautete dann auch 14:7.

Das Mitteilungsbedürfnis der Gegner war größer als das unseres Trainers. Die Halbzeitansprache fiel entsprechend kurz aus. Wir sollten unsere spielerischen Möglichkeiten nutzen und keine Verletzungen riskieren. Wer eine kurze Auszeit braucht, sollte es anzeigen, wir waren ja genügend Spieler. Da Harry fachmännisch die konditionellen Defizite von Axel erkannt hatte, hat er ihn gleich mal am Anfang von Halbzeit 2 auf der Bank gelassen. Vielleicht hing es auch damit zusammen, dass der 26-er sich nicht noch ernsthaft verletzt, wenn er weiterhin von Axel „abgetropft“ wird. Das Debüt von Tilo und Huutsch ist als gelungen zu bezeichnen. Geführt von den etablierten Spielern, konnten sie sofort Fahrt aufnehmen und sich durch Tore einbringen. Auch hier wieder eine taktische Meisterleistung des Trainers, die jungen Spieler rechtzeitig an die bevorstehenden großen Aufgaben heranzuführen – bei der Ostdeutschen Meisterschaft müssen sie sich beweisen. H.K., Meister-, Aufsteiger- und Staffelsiegertrainer, Taktikfuchs und Schleifer, hat zum wiederholten Male alles richtig gemacht. Danke Harry!!!!

Unerwähnt möchte ich an dieser Stelle unseren „Entscheider“ nicht lassen. Ohne seine genialen 7 Tore, hätten wir das Spiel nicht so klar mit 30:14 gestalten können. Wäre vielleicht nochmals eng geworden.    ;-))))   Henny, seines Zeichens “Altinternationaler“, glänzte übrigens mit 5 Toren, ebenso Christian H. Axel hingegen ging torlos aus. Ich würde mich da langsam mal hinterfragen.