Handball statt PC – Die Intersport Handballschule zu Gast beim TSV Rudow Berlin in den Winterferien

„Und was machst du in den Winterferien – Schilaufen?“

„Nein, ich spiele Handball!“

So, oder so ähnlich, könnte ein Gespräch zwischen Spielerinnen und Spielern in Rudow vor Kurzen ausgesehen haben, denn in den Winterferien standen für 40 Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren vier Tage Handballspaß pur auf dem Programm. Unter Anleitung von zwei Trainerinnen des Intersport Handballcamps aus Kiel und 6 Trainern und Trainerinnen des TSV Rudow flitzten sie durch die Halle in der Neuhofer Straße und immer wieder hörte man: „Das ist super!“ und „Was machen wir morgen?“.

Standen am ersten Tag das Kennenlernen und Wurfschulung auf dem Programm, folgten in den nächsten Tagen Übungen zum 1:1 Verhalten, Passen/Fangen und eine Mini-WM als Abschlussturnier. „Am schönsten war das Spiel Kettenfangen“, erzählte Olivia mit hochrotem Kopf am letzten Tag des Camps. Sie war mit 7 Jahren die jüngste Teilnehmerin des Camps. Der älteste Teilnehmer war Matay aus der männlichen D-Jugend. Während des Trainings wurden die Kinder auf Grund des großen Altersunterschiedes in leistungshomogene Gruppen eingeteilt. Die Jüngsten spielten als Zebras (THW Kiel) miteinander, die etwas fortgeschrittenen Kinder trainierten als Füchse (Berlin) und die „großen“ waren die Löwen (Rhein-Neckar Löwen). So wurden alle gefordert und waren ständig in Bewegung und auf die Frage „Kommt ihr nächstes Jahr wieder ins Camp?“, antworteten alle im Chor: „JAAAA!“. Die beteiligten Trainer Andre Gotschlich, Sabine Fischer, Georges Anthony, Tobias Wudtke, Marius Poschmann und Olivia Pemp sind überzeugt, dass das Camp der richtige Weg ist, den Mädchen und Jungen eine sinnvolle Alternative zum PC oder Fernsehen in einer Jahreszeit zu bieten, in der man schlecht einfach auf den Spielplatz gehen kann um sich zu bewegen.  Die Mädchen und Jungen entwickelten in den vier Tagen ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das unbezahlbar für einen Verein ist. Ob beim gemeinsamen Mittagessen, in der Snackpause, beim Anfeuern während der Spiele oder beim Umziehen in der Kabine: alle halfen und achteten aufeinander und so manch „Großer“ staunte, was die „Kleinen“ schon konnten – und umgekehrt. Und auch handballerisch gesehen lohnen sich 4 Tage Training in gemischten Gruppen und mit Trainern, die man nicht alle Tage hat, auf jeden Fall. „Das war eine super Nummer“, stellt Andre Gotschlich zufrieden fest.

Spätestens als am letzten Tag alle Teilnehmermedaillen verteilt, die Urkunden für die „Ballkönige“ und „Dribbelkönige“ übergeben, die Campausrüstung verstaut und das letzte Mal das „Fliegerlied“ lief stand für alle fest: „Das hat Spaß gemacht – das machen wir im nächsten Jahr noch einmal!“

Eure Olivia

  • Handballrudow
  • 11.02.2018
  • News