Licht und Schatten in Gatow

Zu tiefschlafender Zeit musste man im fernen Gatow antreten.

Zum Spielbeginn waren dann auch nur 12 Spieler anwesend, mit Christian Reiche konnte sich ein freiwilliger Aushelfer finden, der die weiter Reise auf sich nahm.

Denn aufgrund der Ausfälle von Roman – Autounfall Anfang der Woche, Jojo – Spiel mit der 2. Parallel und auch immer noch Sascha, waren wir im Tor mit nur einem etatmäßigem Torwart dünn besetzt.

Dafür musste dann gemäß der Vorplanung ein Feldspieler Platz schaffen, da ich zunächst mit 13 plus 1 plante.

Leider hat es im Vorgang zum Spiel noch den Lemke ausgeschaltet, der den Kampf gegen einen Küchenschrank verloren.

Schade war auch, dass eine entsprechende Absage erst deutlich zu spät erfolgte und so nun der Sportkamerad Bierhals nicht nachrücken konnte.

Nun aber zum Spiel, wir hatten einiges versucht im Training uns anzueignen und gleich vorweg, es klappte nichts davon.

Aber wie auch, wenn am Freitag gerade einmal acht Feldspieler und ein Torwart beim Training erscheinen.

Die Truppe wurde von mir vorgewarnt, die Handballfreunde, eine dynamische personell gut besetzte Truppe, eingespielt im Rückraum, mit‘ nem guten Kreisläufer und Abschlusssicheren Außenspielern, doch alles warnen sollte nicht viel nutzen.

Schnell kamen wir ins Hintertreffen, fingen uns Tor um Tor, ohne selber im Angriff mit Druck auf das gegnerische Tor zu gehen.

Unfassbare 17 Gegentore in der ersten Halbzeit, bei lediglich 8 eigenen, ich fühlte mich leicht verarscht und ließ es die Jungs auch entsprechend in meiner Ansage spüren, nicht etwa, dass ich laut geworden wäre, nö hart, bestimmend und direkt, aber eben in ruhigem Ton erfolgte meine Ansage.

Dazu eine taktische Umstellung in der Abwehr und dann wieder raus auf die Platte.

Doch so wirklich positives tat sich noch nicht, beim Stand von 24:14 sah alles nach einer Mörderklatsche aus.

Doch warum auch immer, plötzlich fruchtete due Umstellung und die Abwehr packte zu, vorne im Angriff ging es mit Zug zum Tor.

Stück um Stück verringerten wir den Abstand und konnten wieder Anschluss halten.

Wirklich zum Brechen war, dass wir lediglich zwei 2 Minuten Strafen bekamen, diese jedoch nur aufgrund von Meckern, so nicht Leute, das war nix, damit habt ihr‘ nen Bärendienst erwiesen.

Die 2. Spielhälfte konnten wir dann auch nicht ganz unverdient für uns entscheiden, zum Abschluss stand es dann 31:26, wenn man so die beiden Hälften analysiert, ist es schon ziemlich ärgerlich, dass wir eine komplette Hälfte verschlafen hatten und in den letzten 30 Minuten auch erst schwerfällig ins Spiel kamen.

Es war sicherlich mehr drin, aber das ist auch wieder ein gutes Zeichen.

Denn gerade im Abwehrbereich ist deutlich sichtbar, dass man sich steigern kann und auch muss.

Aufstellung:

Tor: Jan „Potter“ Misselwitz und Christian Reiche

Feld: Janry 1; Ricardo 1; Emil 1; Peter 2; Chris 6; Keil; Lukas 2; Tim 6; Määä 3; Felix 2 und Muschi 2