Es war ein Freitagabend in LiRa

Auf Wunsch von Lichtenrade, die Halle an der Zescher Straße ist wohl am regulären Spieltag belegt, ein Schelm der denkt es ginge um die Erste und Darius, wurde an diesem Freitagabend, 20:15 Uhr gespielt.

Kein Ding, es ist ja auch ein eigener Trainingstag und so sind wir es gewohnt an einem Freitag zu dieser Uhrzeit in einer Halle zu stehen.

Nur leider spielte der Kader aufgrund von Verletzungen und krankheitsbedingten Ausfällen nicht somit.

Mein Hilferuf wurde erhört, es boten sich Fabian Goerke und Olaf Neuendorf an, dazu erst einmal ’nen herzliches Dankeschön gerufen.

Um 14 Mann an Bord zu bekommen nominierte ich drei Torhüter, was sich noch auszahlen sollte.

Lichtenrade, auch stetig mit wechselnden Aufstellungen spielend, dem ESB sei Dank ist dies ja gut nachzuvollziehen, sollte den besseren Start erwischen.

Über 2:1 zum 4:1 hatten wir einige Chancen, vergaben aber kläglich oder kamen aufgrund eigener und haarsträubender technischer Fehler nicht einmal bis zum Tor des Gegners.

Unsere Abwehrarbeit war mindestens ebenso kläglich, wie auch harmlos, sodass der Lichtenrader Rückraum locker und einfach zu Möglichkeiten kam.

Das es zur Halbzeit dann nur 14:9 für die Heimmannschaft stand, ist zu großen Teilen wieder einmal Roman zu verdanken gewesen, er hielt was er konnte und auch einige mehr.

Dennoch wechselte ich Jojo für Roman, denn ich wollte frischen Wind und Jojo ist einer, der schreit sich seine Abwehr schon einmal zusammen.

In der Abwehr nun auf eine defensive 5:1 umgestellt hatten wir mehr Zugriff und es schien fast so, als hätte der Haupttorschütze aus der ersten Halbzeit nun die Hosen voll, es gelang ihm nur noch ein Treffer, die Maßnahme schien gefruchtet zu haben, denn das waren genau die fünf fehlenden Tore, die wir aufzuholen hatten.

In einem unübersichtlichen Spiel verloren leider auch die Schiedsrichter das ein oder andere Mal den Überblick und es schien so, als wären manche Pfiffe kleine Retourkutschen, na egal, kann ja mal passieren.

Tor um Tor kamen wir näher und der Ausgleich lag in der Luft, doch jedes Mal, wenn wir nahe dran waren, machten wir auch gleich wieder einen hektischen Fehler.

Beim Stand von 22:21 nahmen die Lichtenrader eine Auszeit, genau zur richtigen Zeit, sonst hätte ich diese genommen, so hatte ich meine noch für die Schlussphase und sollte sie auch noch brauchen.

Ausreichend lang war noch zu spielen, alles war möglich, bei Lichtenrade lagen die Nerven nach der langen und teilweise deutlichen Phase des Führens nunmehr blank, das sollte doch auszunutzen sein.

Aber nix da, ein nicht geahndetes Foul gegen Tim am Kreis, unbeholfen den Ball mitgenommen und zu weit abgelegt ergab zwei Minuten gegen Tim, brechen hätte ich können, gerade jetzt, man war dran, es konnte noch gehen und dann….

Und richtig, es war zum Haare raufen, zwei Tore fingen wir uns in der Folge ein, wobei nur eines in Unterzahl war.

Nun stand es 24:21, wieder waren es drei Tore und nur noch 2:28 zu spielen.

Auszeit, wieder einmal an alle appellieren,  dass noch nichts verloren ist und das wir es noch schaffen können, wenn wir denn alles dran setzen würden.

Und was soll ich schreiben, ich muss wohl einiges richtig gemacht haben, die Mannschaft war noch einmal wie ausgewechselt, konzentriert und mit Zug zum Tor, drei Tore von uns, keines des Gegners, bedeuteten den Ausgleich.

Kurz noch angesagt, wen wir von LiRa werfen lassen, der dann natürlich auch prompt verwarf.

Warum auch immer echauffierte sich der Heimtrainer dann vier Sekunden vor dem Abpfiff derart, dass er sich eine Zwei Minuten Strafe abholte, dies bedeutete Überzahl für uns und die Möglichkeit das Unentschieden zu halten war immens gewachsen.

Und wer sollte denn auch anders bei LiRa den Abschluss suchen, als der Haupttorschütze aus der ersten Halbzeit, Pascal Pigeon, mit bis dato 7 Treffern…naja es blieben sieben.

Anzumerken ist noch, dass es zwei absolut unterschiedliche Halbzeiten meiner Mannschaft waren, obgleich auch in der zweiten sich einige Fehlerchen einschlichen, man aber insgesamt einen ganz anderen und besseren Handball spielte.

Hinzu kommt, dass beide eingesetzten Torhüter sehr starke Leistungen abriefen und auch Potter zu seinem Einsatz kam, da weder Jojo noch Roman bei den 7 Metern des Gegners was zu halten hatten.

Und natürlich, Potter hielt sogleich seinen ersten 7 Meter, also auch hier alles richtig gemacht, drei Torwarte bei zu haben.

Einen großen Anteil am Unentschieden hatten Fabian und Olaf, die nicht nur ausgeholfen, sondern fast durchgängig gespielt haben.

Mit derzeit 7:3 Punkten und einem kuriosen -5 Tore Verhältnis, steht man auf einem superklasse 2. Platz in der Stadtliga B, wer hätte das von uns als Aufsteiger und vor allem nach den Abgängen in die Zweite Männer gedacht, respektive erwartet, wenn noch einige Spielchen gewonnen werden können, sollte die Klasse doch zu halten sein.

Aufstellung:

Tor: Roman, Jojo, Potter

Feld: Janry 3; Fabi 4; Emil 0; Peter 1; Stephan 0; Bierhals 0; Keil 0; Lukas 1; Tim 8; Ricardo 2; Olaf 5