Bei Marienfelde einen Punkt verloren

Die Liste derjenigen die nicht spielen können, da sie angeschlagen oder auch schwerer verletzt sind, reißt nicht ab und ist mittlerweile länger, als die Liste der Spieler auf dem Protokoll.

Hinzu kommen zwei, aus dem ehemals so großen Kader, die einfach verschwunden sind – das gefährliche Rudower Dreieck hat da wohl zugeschlagen.

Aus dem eigentlichen Kader zu Saisonbeginn waren doch glatt noch sieben Spieler am Start, hinzu kommt der liebe Jojo, der nun mittlerweile in dem Sumpf der 4. eingesunken ist und da auch nicht mehr heraus kommt.

Mit André Meyer kam dann unser geliebter Thai mal so zufällig aus Nürnberg rum und wollte sich sofort auch sportlich betätigen – durfte er, glatte 60 Minuten.

Aus lauter Angst hab ich mich auch mal mit aufgeschrieben, hätte ja sein können das… aber nö besser war es wohl auch…

Nach dem das Spiel dann angepfiffen war und es 2:0 für Marienfelde stand, sind wir dann auch wach geworden und warfen sechs Tore in Folge.

Über 3:6 bis zum:10 wogte das Spiel hin und her und es hatte den Anschein, solange wir wollten lief es und sobald wir ein wenig nachließen schlugen die Marienfelder zu.

Meine Ansage vor dem Spiel, wir möchten die Abpraller für uns sichern, schon in der ersten Halbzeit gelang es alleine der linken Angriffsseite von Marienfelde VIER Abpraller zu erhaschen, weil meine Abwehrspieler die Ansage einfach nicht umsetzen wollten oder konnten.

Ich hätte brechen können, es war zum Haare raufen, dazu gesellten sich dann schwache und unvorbereitete Würfe, sodass wir uns immer schwerer taten.

Der „alte Mann“ Micha Dehning in des Gegners Tor hatte auch einen Sahnetag und stellte sich als große Hürde dar.

Mit dem Halbzeitstand von 13:13 ging es dann in die Pause und glaubt mir, ich war echt sauer, denn so wirklich notwendig war das Unentschieden nicht.

Manchmal weiß man gar nicht so recht, warum wir tagelang das Gleiche trainieren und es dennoch nur bedingt umgesetzt wird.

Sobald jedoch das Trainierte gespielt wurde, war es doch deutlich zu sehen, es funktionierte und wir kamen zu einfachen Abschlüssen.

Vier Tore betrug dann in der zweiten Halbzeit phasenweise der Vorsprung und eigentlich sollte nichts mehr anbrennen, doch dämliche Abspielfehler und technische Fehler gepaart mit weiteren Fehlwürfen ließen die Marienfelder Morgenluft wittern.

Bei nur noch einem Tor Vorsprung und guten dreißig Sekunden zu spielen die Auszeit, Ansage war eindeutig und dann ging es wieder los.

Alles Anders und somit falsch, weil es auch natürlich nicht zum Torerfolg, sondern zu einem direkten Gegenstoß führte, den die Marienfelder sich nicht nehmen ließen.

Unentschieden und das, vollkommen unnötig, ich hätte in die Bank beißen können.

Trotzdem kamen wir noch einmal gefährlich in den Angriff und hätten ziemlich sicher auch noch einen Sieben Meter bekommen müssen, es gab er aber nur einen direkten Freiwurf und diesen hat Lemke dann nur noch an den Pfosten bringen können.

Vor dem Spiel haben Olli Heinrich und ich noch herumgeflachst, einigen wir uns auf ein Unentschieden und gehen lieber draußen in der Sonne mit den Jungs den Ball treten…aber nach dem Spielverlauf und halt wie es so dazu kam, nee, das hat mich dann doch ziemlich sauer gemacht.

Lichtblick war sicherlich ein Ibsch auf der Mitte, der viel Druck entwickelte und auch teilweise gut die Nebenleute in Szene setzen konnte.

Ein großer Dank geht an unseren Thai, der einen wirklich guten Part gespielt hat.

Aufstellung:

Tor: Jojo

Feld: Thai 5/1; Malte; Lemke 4/2; Ibsch 5; Janry 5; Lukas 1; Tobsz 3; Stephan; Hagi (n.e.)