Saison 2016/17 – Ein Rückblick durch die Altherren-Brille

Hat ja mittlerweile schon eine gewisse Tradition, dieses Saisonfazit der Alten Herren. Und wenn man von Tradition spricht, dann denkt man unweigerlich an China. Zum Beispiel an die chinesische Tradition Neujahr immer erst im Februar zu feiern und damit deutlich zu spät, oder an die traditionelle chinesische Medizin, die wir nach so einer Saison dringend auch mal gebrauchen könnten. Und dann ist da noch die chinesische Numerologie, in der die Zahl 8 eine besondere Bedeutung hat. Und zack, mitten im Thema.

Die Ü32 Mannschaft schaffte zum achten (8-) Mal!!! in Folge den Gewinn der Berliner Meisterschaft. Oder wie würden es die weniger traditionellen Amerikaner so schön melodisch ausdrücken: „eight in a fucking row“. Eine, wie ich finde, herausragende Leistung, die nur mit großer Kraftanstrengung überhaupt möglich war. Mit starken Füchsen, ebenfalls immer noch guten Lichtenradern und deutlich erstarkten Tempelhofern, gab es eine Vierer-Combo, die den Titel unter sich ausmachen wollte. Und so richtig gut angefangen hat das Ganze für uns nicht. Aufgrund Personalmangels (oh Wunder) gab es bei den Füchsen gleich am Anfang eine derbe 21:26 Niederlage. 5 Tore wären im direkten Vergleich schwer wieder aufzuholen, folglich mussten Siege her. Was uns mit einem knappen Sieg gegen TMBW (29:28) auch gelang. Leider haben wir das Rückspiel verloren und das Ganze mit zwei Toren Differenz. Also auch hier der schlechtere direkte Vergleich. Könnte also am Ende mal ganz schön knapp werden. Zielvorgabe für den Rest: alles gewinnen. Und so machten wir das dann auch. Erst die Füchse, dann Spandau geschlagen und Lichtenrade mit 12 Toren unterschied deklassiert. Im Übrigen mit vorheriger Ansage von Kosche an den gegnerischen Torwart. So gesehen ist der ja selbst schuld, hätte ja ein paar mehr Bälle halten können.

CHC hat das letzte Spiel mangels spielfähiger Sportler abgesagt, so dass wir vorzeitig und zum 8-mal als Berliner Meister feststanden. Die Ehrung, persönlich durch den HVB Präsidenten durchgeführt, erfolgte dann im Rahmen des letzten Heimspiels unserer 1. Frauen. Und da es ein schönes Foto werden sollte, und der Chef-Bernde eine klare Ansage gemacht hat, haben wir uns dafür sogar noch unser Friedrichstadtpalast-Outfit angezogen. Noch eine kleine numerische Einlage von unserem statistischen Landesbeamten Harry errechnet: insgesamt waren bei der Ü32 über die Saison 30 (dreißig) unterschiedliche Spieler im Einsatz! Ein weiteres Indiz für unsere enorme Bandbreite im Kader.

Und diese Bandbreite bedient dann eben auch noch eine weitere Mannschaft, die 3. Männer.

Letzte Saison aufgestiegen in die Stadtliga, hatten wir uns insgeheim eigentlich schon damit abgefunden am Ende nicht auf einen der vorderen Plätze zu stehen. Schließlich gibt es hier jung dynamisch und hoch motivierte Spieler, die deutlich mehr trainieren als wir. Aber wie das eben so ist, allein vom Wiegen wird die Sau nicht fett. Und so gab es dank unserer Routine und Erfahrung nur zwei verlorene Spiele (gegen Rotation Prenzlauer Berg und Spandau 2000) und ein Unentschieden gegen SV Adler. Am Ende reichte das mit 39:5 Punkten für Platz 1 in der Stadtliga A. Wer hätte das gedacht. Naja, eigentlich haben das alle gedacht, bis auf Harry. Trotzdem bleibt uns ein Aufstieg erspart. In der Landesliga spielt die 2. Männer, die den Klassenerhalt geschafft haben. Vorbeiaufsteigen in die Verbandsliga wäre zwar für uns logisch, geht aber regeltechnisch nicht, da unsere 1. Männer in der Verbandsliga spielt. Aber mal davon abgesehen, wir würden auch OOS spielen. Schließlich haben wir im Pokalwettbewerb gezeigt, dass wir das (fast) können. Hier gab es das Aus erst im Viertelfinale gegen den OOS Ligisten BSV 92. Hätten wir uns da etwas schlauer angestellt, vielleicht … aber gut, wieder mal kein Final-4. Soll irgendwie nicht sein.

Fehlt noch die Ü40 in unserer Kurzzusammenfassung. Da es in der Staffel A nur 6 Mannschaften gab, die Saison aber trotzdem bis April geht, wurde eine Dreier-Runde gespielt. Klar war, dass eigentlich wieder nur die SG Ajax/Altglienicke die Mannschaft stellen würde, die uns den Titel streitig machen konnte. Und so war das erste Heimspiel auch nur denkbar knapp an uns gegangen. Mit 21:20 und das zu Hause. Wir waren gewarnt für das Rückspiel. Doch hier kam es dann doch irgendwie unerwartet. Ajax erwischte wohl einen solcher Tage, die man für gar nichts gebrauchen kann. Wir haben mehr als deutlich mit 37:14 gewonnen. Die Saison war somit bereits Anfang Dezember gelaufen. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass auch das dritte Spiel an uns ging, diesmal wieder etwas knapper mit 22:19. Es ist wie es ist, der 1.Platz auch in dieser Liga mit 30:0 Punkten. Eigentlich hätten wir das nicht gebraucht, da wir ja als amtierender ostdeutscher Meister der Ausrichter und somit ohnehin für das am 17. Juni stattfindende Event qualifiziert sind. Hier stecken wir im Übrigen mitten in den Vorbereitungen. Es verspricht auch dieses Jahr wieder eine lohnenswerte Veranstaltung zu werden. Daher der Appell an alle Handballbegeisterten: Kommt zahlreich zur 12. Ostdeutschen Meisterschaft in Elli-Kuhr Halle und feuert uns an.

Letztes Jahr gab es ein Herzschlagfinale, das erst im Siebenmeterwerfen entschieden wurde. Die tolle Stimmung in der West-Havellander Halle wollen wir mit eurer Hilfe noch toppen. Beginn ist 10 Uhr und ab etwa 17 Uhr trinken wir dann auch gerne ein Bierchen mit euch. Da könnt ihr die Spieler dann auch mal anfassen und nach Autogrammen fragen.

Und zum Schluss folgt, der anfänglich erwähnten Tradition folgend, ein großes Dankeschön an alle Zuschauer, Fans, Edelfans, Kampfgerichtlern und allen guten Geistern (auch die, die von selbigen verlassen wurden), auf jeden Fall allen, die uns während der Saison begleitet und unterstützt haben. Ein besonderer Dank gilt erneut den Tasmanien Devils, die erneut für die Meisterfeier ihre tolle Location gestellt und uns sogar einen Pokal gebastelt haben. Hut ab, das war ganz großes Kino.

Wir sehen uns bei der 12. Ostdeutschen Meisterschaft am 17. Juni.

Gruß – Axel