Alte Herren stehen im FINAL FOUR!

Hallo Handball-Fans,

 

   

 

HVB Pokal Viertelfinale: TSV Rudow III gegen TUS Hellersdorf, 17:16 (5:11) – Alte Herren stehen im FINAL FOUR!

Breit grinsend vor dem Rechner sitzend nehme ich wohlwollend zur Kenntnis, dass wir, die Alten Herren des TSV Rudow, tatsächlich ins Final Four des HVB Pokals eingezogen sind. Das war unser Ziel, seit Jahren schon. Und dafür haben wir eine Sache geopfert, den 9. Berliner Meistertitel der AH in Folge. Zugegeben nicht ganz freiwillig, aber klingt deutlich dramatischer, wenn man so tut, als ob man nichts anderes im Kopf hatte die Saison über.

Der Weg, der uns das Viertelfinale bescherte: 1. Runde ein Freilos (machbar), 2. Runde ein 41:24 gegen Rotation Prenzlauer Berg III, 3. Runde ein 34:20 gegen Narva III, im Achtelfinale dann der letztjährige Viertelfinalgegner BSV92, mit denen wir ja noch ein Hühnchen („Störchchen“) zu rupfen hatten. Haben wir dann auch gemacht, federlos haben wir sie mit 18:14 zurückgelassen. Und nun wartete ein weiterer Verbandsligist auf uns. TuS Hellersdorf. Die Jungs noch schlagen und wir sind da, wo wir seit Jahren hinwollen, im Final Four.

Die Halle war picke-packe-voll, die Zuschauer auch (Scherz!). Jedenfalls eine Bombenstimmung auf den Rängen. Vielen Dank an dieser Stelle für diese wahnsinns Unterstützung. Man hat sein eigenes Wort nicht mehr verstanden und damit habt ihr lieben Fans einen wesentlichen Anteil an unserem Sieg.

TuS Hellersdorf trat mit derselben Truppe an wie ein Wochenende zuvor gegen unsere 1. Mannschaft. Da sie gegen selbige einen deutlichen 28:22 Sieg eingefahren hatten, konnten die guten Marzahner durchaus selbstbewusst nach Rudow reisen. Stehen doch auf der Gegenseite „nur“ die Alten Herren der 3. Mannschaft auf der Platte. Allerdings optimal vorbereitet und taktisch eingestellt durch den Chefkoch und verstärkt durch Vossi. Dafür fehlten Schücke (urlaubsbedingt) und Otthi (verletzungsbedingt). So sollte es also reichen gegen die „Jungschen“ Marzahner. Der Beginn war von beiderseitiger Nervosität geprägt, technische Fehler und Fehlwürfe hüben wie drüben. Nach gut 18 Minuten stand es dann folgerichtig nur 3:5. Was soll‘s. 3 Tore gemacht, 2 Tore Rückstand, 3+2 sind 5, alles kein Problem, eigentlich. Etwas verwirrend allerdings die Regelauslegung der Schiedsrichter in diesen Minuten. Zu diesem Zeitpunkt bereits 3 Verwarnungen, 1 Zeitstrafe und 1 rote Karte auf unserer Habenseite. Hellersdorf kam mit einer Verwarnung davon. Das soll es als Kommentar zum Schiedsrichter-Duo gewesen sein. Vielleicht noch so viel, sie haben in der 2. Halbzeit gut gepfiffen. Den Rest der ersten Hälfte gab Hellersdorf etwas mehr Gas und konnten einen 6:2 Lauf hinlegen. Halbzeitstand 5:11 aus unserer Sicht. Davon 3! Tore, die wir aus dem Feld machen. Das hat jetzt quantitativ schon fast Fußballniveau. Lediglich Addi und der Schwatte treffen. Na und Kosche. Mit einem Heber von der Grundlinie. Das entschädigt. Fazit der 30 Minuten: Gegen die Deckung kann man bei 11 Gegentreffern nicht meckern, aber ein bisschen besser das Tor treffen müssten wir dann schon noch.

In Hälfte zwei kamen dann drei wichtige Faktoren ins Spiel: 1. Die bereits oben angesprochenen Fans, die die Halle zum Beben brachten, 2. Eine etwas bessere Chancenverwertung unsererseits und 3. Eine Hellersdorfer Mannschaft, die eigentlich unnötig fahrig wirkte und viele Chancen ihrerseits ausließ. So kämpften wir uns Tor um Tor heran, starteten einen 5:1 Lauf und verkürzten nach nur 10 Minuten auf 10:12. Es wurde wieder spannend. Und, sowas kann und macht Gegner nervös. Hinzu kommt auch in dieser Hälfte ein Treffer aus der Kosche-Koriositätenkiste. Kurze Ecke, durch die Beine von der Grundlinie. DURCH die Beine! Jawoll, wir trafen wieder. Gott sei Dank. Und jeder durfte mal. Sibbe, Tilo, Tibor, Grali, selbst Axel durfte. Und so kamen wir heran. Über ein 11:13 zum 15:15. Die Halle kochte! In der 53. Minute dann die erste Führung durch Koppi. Dieser Wahnsinnstyp macht das 16:15, ich flipp aus (ach, manchmal bin ich einfach schrecklich emotional). Es folgte erneut der Ausgleich durch die Hellersdorfer und die erneute Führung per 7 Meter durch uns. 3 Minuten vor Schluss 17:16.

Die Gäste schafften den Ausgleichstreffer nicht mehr. Den letzten Abschluss konnte Olli parieren, und wir folgerichtig in Ballbesitz kommen. Die Zeit lassen wir runterlaufen und dann: Bums, Aus, Ende. Wir haben es geschafft.

Es war eine beeindruckende Aufholjagd in der 2. Halbzeit. Wetten hätte man darauf wohl keine abschließen sollen. Dank einer sehr gut stehenden Abwehr und einem exzellent aufgelegten Olli im Tor, haben wir in den letzten 30 Minuten nur 5 Tore zugelassen. Ein verdienter Sieg aufgrund genau dieser Abwehr und riesige Freude, endlich das große Ziel erreicht zu haben. Wir werden es am 21.4 genießen, zusammen mit euch, ihr lieben Fans. Nehmt euch also nichts anderes vor. Am besten haltet euch das ganze Wochenende frei. Kann ja sein, dass wir vor lauter Genießen tatsächlich ins Finale kommen.

Vielen Dank an alle in der Halle. Es hat Spaß gemacht und wir sind, dürfen und sollten Stolz auf das sein, was wir erreicht haben.

Gruß – Axel

Tibor (1), Lars K. (0), Schneegaß (2), Koppi (1), Tilo (1), Addi (1), Huutsch (0), Kosche (8/5), Grali(1), Axel (1), Sibbe (1), Vossi (0)

Tor: Olli, Schmöki

Axel