Bei den 3. Männern nichts Neues

Am 10.01. begann die Rückrunde. Für die 3. Männer hieß es also bei SV Adler Berlin anzutreten. Um 15:30 waren alle pünktlich da, statt uns aufzuwärmen, mussten/konnten wir uns jedoch die vorhergehenden Badmintonspiele angucken. 16:00 ging dann unser Programm los, sehr schnell stellten wir fest, dass die Halle wohl nicht so breit war wie sie es sein sollte, unsere Außenspieler (von denen wir mal wieder 6 hatten, jede weitere Position war nur ein einziges Mal besetzt) mussten sich auf einen kürzeren Anlaufweg einstellen. In der Kabine stellte Interimscoach Bierhals die Mannschaft auf den Gegner ein. Wir wussten ganz genau was passieren würde: Sehr viel, teils sogar erzwungenes Spiel über den Kreis mit der Nr. 11. Um die Motivation noch etwas zu steigern, wurden wir daran erinnert, dass das Hinspiel nur knapp verloren ging und man jetzt eine gute Möglichkeit hatte endlich wichtige Punkte für den Klassenerhalt zu holen. Wir starteten auch dementsprechend ins Spiel. Eine sehr ausgeglichene Partie, beim 3:4 lagen wir auch in Führung. Doch dann, nach 15 Minuten, ging es gnadenlos bergab. Wir ließen den Kreis laufen, Pässe fangen und werfen wie er wollte. Ermöglichtem dem Gegner grandios ins Spiel zu kommen. Von außen gingen jetzt auch lauter Bälle in unser Tor. Und vorne waren wir einfach ideenlos. Statt angesagte Spielzüge auch umzusetzen, wurde teilweise nach zwei Ballkontakten neben das Tor, auf den Torwart oder in den Block geworfen. Resultierende Tempogegenstöße verwandelte Adler sicher, wir warfen unser nächstes Tor erst nachdem sich Adler ein angenehmes 6 Tore Polster erarbeitet hatte. Die Motivation litt sofort. Es wurde sich gegenseitig angemeckert, die gute Stimmung zu Beginn war viel zu schnell verflogen. Mit 17:9 ging es in die Halbzeit. Aber eins war klar. Wir wussten alle, dass das Ergebnis gerade heftiger aussah als es den Anschein hatte. Wenn wir jetzt den Kopf hochnehmen, als Team arbeiten, uns motivieren und endlich mal zeigen was wir eigentlich könnten, dann wäre ein Auswärtssieg noch möglich. Nach Anpfiff fingen wir uns zwar gleich noch ein Gegentor, aber wir hatten sofort eine Antwort und trafen selbst. Toller Start! Nur leider von sehr kurzer Dauer. Adler setzte sich auf 22:11 ab. Das Ende des Spiels ist schnell erzählt. Wir bekamen die Nr. 11 immer noch nicht in Griff. Nun erzielte er auch Tore aus dem Rückraum, am Ende war er mit 13 Treffern bester Werfer des Spiels. Adlers alternativer Kreisläufer wurde auch öfter in Szene gesetzt, zu einfachen Tempogegenstößen kamen sie inzwischen mehrmals, da der Torwart nun ein ziemlich gutes Spiel zeigte. Wobei man dazu sagen muss, dass wir es ihm auch manchmal echt leicht machten. Über den höchsten Rückstand des Spiels beim 35:17 ging das Spiel letztendlich mit 37:20 verloren.

Es ist wirklich traurig mit anzusehen wie bei jedem Spiel der Kampfgeist der Mannschaft immer mehr sinkt. Absagen, die mit „ganz ehrlich…keine Motivation“ begründet werden, und dann auch noch von Spielern die in der letzten Saison zu den tragenden Kräften gehörten, sind da alles andere als förderlich. Besonders schade ist es um die vielen jungen Spieler, die in den letzten drei Jahren aus dem Jugendbereich hochkamen und richtig Bock haben zu spielen, erfolgreich zu spielen, hochklassig zu spielen. Sie haben den Aufstieg mit erarbeitet und wollten die Klasse halten. Aber mit einer Mannschaft, die oftmals nur zu zehnt oder neunt beim Training ist und gefühlt ausschließlich aus Außenspielern besteht, und die es vom Kopf her einfach nicht schafft motiviert, kampflustig und siegessicher zu sein, ist das einfach nicht möglich und zumindest die Stadtliga einfach zu viel.

 

Tor: J. „Potter“ Misselwitz (0/1)

Feld: M. Vilimek(1), T. Wolff (1), L. Czerwonka, M. Messedat (1), S. Keil, J. Fiucsiynski (7), T. Köhler (4), P. Richter (3), P. Bierhals (3/3), F. Richter