3. Männer schlägt den VfV Spandau und steht im HVB Viertelfinale

Die Jugend ernährt sich von Träumen, das Alter von Erinnerungen“.

Und so träumten die jungen Spandauer bereits vom HVB Viertelfinale, während wir „Alten“ uns gerne daran erinnern, dass wir eben diese Jungen am Samstag geschlagen haben.

26:25, in eigener Halle und nach Verlängerung.

Und damit haben wir an diesem Pokalsamstag die Fahnen des TSV Rudow hochgehalten – die anschließenden Partien der 2. Männer, 1. Frauen und 2. Frauen gingen leider allesamt verloren.

VfV Spandau als erster der Verbandsliga gegen den ersten der Stadtliga und beide Mannschaften hatten alle Mann an Bord.

Und zumindest Zander bei Spandau hatte wohl verstanden, dass das kein Spaziergang gegen uns werden wird.

Aber das den jungen Kerlen zu erklären ist schwierig.

Die denken vermutlich: eh alle vergreist, ziemlich langsam und Kondition kennen die nur vom Hörensagen.

Kann man so denken, ist aber dann blöd, wenn so Dinge passieren, dass ein Kosche von der Halblinken den Ball an Freund und Feind vorbei ins Tor kegelt und anschließend auch noch den Abwehrspieler beim 1 gegen 1 so austänzelt, dass der sich auf den Boden setzt (Namen werden an dieser Stelle aus Rücksicht der sportlichen Zukunft des Gegenspielers nicht genannt).

Und so entwickelte sich ein munteres Spielchen, bei dem sich keine der beiden Mannschaften nennenswert absetzen konnte.

Wir führten Mitte der 1. Halbzeit tatsächlich mal mit 2 Toren, aber durch Unkonzentriertheit und auslassen klarer Torchancen (ja auch uns passiert sowas), konnte Spandau schnell wieder ausgleichen und sogar selbst in Führung gehen.

Zur Halbzeit lagen wir dann auch mit 3 Toren hinten.

Aber noch war nichts verloren und Kondition zahlt sich eben immer erst am Ende aus.

In der zweiten Hälfte taten wir uns dann schwer mit dem Tore werfen.

Gefühlte 10 Minuten fiel mal gar kein Treffer für uns.

Gott sei Dank stand die Deckung sehr stabil und so konnte Spandau daraus kein Kapital schlagen.

Hätten sie mal tun sollen, weil irgendwann läuft so’n stotternder Motor dann auch wieder Rund.

Sibbe brachte aus der Mitte Struktur ins Spiel und blieb dabei torgefährlich, Tilo traf das leere Tor quer übers Feld, Röder verwandelt sicher vom 7-Meter Punkt und selbst die taktische Finesse vom „Schwatten“ den Ball 10 Meter neben das Tor zu werfen muss den Gegner einfach verwirrt haben.

So blieb es eng zwischen beiden Mannschaften und das bis zum Schlusspfiff. 22:22 nach regulärer Spielzeit, es ging in die Verlängerung. 2×5 Minuten wurden drangehangen.

Aber kein Problem, wir waren mental auf der Höhe, zu allem bereit.

Die Gleichheit beider Mannschaften zeigte sich im Grunde auch nach dieser Verlängerung.

25:25 stand es etwa 40 Sekunden vor Ende.

Wir im Angriff – kriegen nix gebacken, folgerichtig wurde Zeitspiel angezeigt – wir kriegen immer noch nix gebacken…dann kam er wieder, unser Addi.

Wie bei der Ostdeutschen Meisterschaft. 2 Sekunden vor Abpfiff, alles stellt sich auf eine Fortsetzung der Partie ein.

Und dann lässt er ihn raus, nein kein Strich ins obere Eck, eher ein Hüftmurmelwurf ins Untere aus 12 Metern.

Das mit der Murmel dachte sich auch der Spandauer Keeper und wollte den Ball fangen.

Hat er aber nicht, falsch gedacht und selbst schön in die eigenen Maschen gelenkt.

Danke für die Mithilfe, Tor und Aus…Addi hat es mal wieder gerichtet.

Macht 69 Minuten nix, aber wenn man ihn braucht ist er da.

Gewonnen, gejubelt und ab in die nächste Runde des HVB Pokals.

Nur noch ein Spiel entfernt vom lang ersehnten Final 4.

Es war ein sehr schönes Handballspiel, zu jeder Zeit fair auf beiden Seiten und souverän geleitet von den beiden Schiedsrichtern.

So macht Handball Spaß, wenn alles passt, auch das Endergebnis.

Gruß – Axel

TW: Oli, Uwe R

Tilo, Hagi, Lars S, Kosche, Grali, Addi, Röder, Sibbe, Lars K, Axel, Flo, Tibor