3. Männer: Ausrufezeichen gesetzt!

Es geht also doch noch! Gegen den Tabellendritten, die dritte Vertretung der SG NARVA (Achtung, jeden Buchstaben groß schreiben….), traten wir endlich wieder durchgängig als eine Mannschaft auf. Damit wurde an die zweite Halbzeit des letzten Spiels angeknüpft (wir berichteten). Ziel sollte es nun sein, diese Einstellung mitzunehmen und auch gegen die nächsten Gegner als Team aufzutreten, dann, aber nur dann ist der Klassenerhalt noch denkbar.

Aber von Anfang an: Um 11:00 traf man sich in der Halle am Schlesischen Tor. Wie auch gegen Kreuzberg musste Sascha in dieser Halle das Traineramt bekleiden, was er erneut souverän meisterte. Er musste mit einer Rumpftruppe arbeiten, auf der Bank saßen nur zwei Auswechselspieler neben ihm. Aber eben diese Rumpftruppe wollte heute zeigen, dass wir mehr können als die Tabelle zeigt. Nach dem Warmmachen pushten wir uns in der Kabine auf, wollten auf dem Spiel gegen Hermsdorf aufbauen. Und unser Start war tatsächlich stark. Wir lieferten uns einen offenen Schlagabtausch mit NARVA, auf jeden Treffer der mit einer vollen Bank angetretenen Gastgeber kam unsere Antwort. Beim Stand von 4:4 übernahmen wir sogar erstmals die Führung, konnten sie schnell auf 2 Tore ausbauen und hielten diesen Abstand bis zur 20 Minute. NARVA hat bestimmt nicht mit solch einer Gegenwehr gerechnet, und sicher nicht mit unserer offensiven 4-2 Abwehr, welche den starken Rückraum des Gegners gut in Schach hielt. Doch dann konnten sie leider die Lücken, die in solch einer Deckung entstehen können, immer öfter nutzen. Durch einen 4:0 Lauf übernahmen sie die Führung, mit 17:15 ging es in die Kabinen.

Wir konnten definitiv stolz auf uns sein. Es hatte sich noch keiner angemeckert, die Abwehr leistete solide Arbeit, es wurde hinten verschoben und vorne geärgert. Auch der Angriff lief besser als in manchen vorherigen Spielen, blinde oder verzweifelte Würfe kamen nicht mehr vor, die gegnerischen Reihen wurden in Bewegung gebracht und Wurfpositionen erarbeitet. Nach einer kurzen Ansprache ging es wieder raus, man wollte die Stimmung halten.

Und das schaffte man dann auch erfolgreich. Gut, NARVA zog inzwischen auf fünf Tore weg, aber ich denke, dass die dies begünstigenden Rudower Fehler auf langsam eintretende Konditionsmängel zurückzuführen sein können, man konnte nun mal nicht so durchwechseln wie der Gastgeber. Aber nichtsdestotrotz wurde weiter gekämpft. Inzwischen durch die 2. Frauen, welche nach uns spielten, von der Tribüne unterstützt, kämpften wir immer weiter. Potter hielt nun auch immer mehr Bälle, teils freie Würfe, man konnte ihm deutlich anmerken, dass der wiedergewonnene Mannschaftsgeist ihm gut tat. Und auch wenn das Spiel letztendlich mit 4 Toren 33:29 verloren ging, könnte man die Leistung der dritten Männer heute definitiv als erfolgreich bezeichnen, da sie zeigte, dass es noch möglich ist, motiviert und als Team aufzutreten. Weiter so Jungs, es macht endlich wieder Spaß!

 

Tor: J. „Potter“ Misselwitz (1/4)

Feld: P. Bierhals (5/2), L. Czerwonka (1), J. Fiuczynski (6), T. Köhler (3), S.Keil (1), M. Messedat, P. Richter (7/2), M. Vilimek (6)