Rudow zu Gast bei den Preußen

Nach zuletzt guten Heimspielresultaten und einer ebenso schlechten Punkteausbeute in der Ferne standen vor dem Süd-Derby beim BFC Preußen eigentlich alle Zeichen, bis auf die kleberlose Ausweichhalle, auf ein gutes Spiel. Bei schönem Wetter fuhren wir mit einer breit besetzten Truppe am Sonntagnachmittag nach Lankwitz.

Fast schon obligatorisch gingen wir nach kleinen Anlaufschwierigkeiten nach kurzer Zeit mit 2:0 in Rückstand. Dann wachten wir langsam auf. Über 3:3 und 5:7 setzten wir uns nach dem recht frühen Ausgleich in der 17. Minute erstmals mit fünf Toren auf 6:11 ab. Nachdem die Gastgeber per 7m noch auf 10:13 herankommen konnten, endete die erste Halbzeit mit zwei erfolgreichen 7m seitens Rudow, durch welche N. Vergin den ansehnlichen Pausenstand von 10:17 herstellte. Ausschlaggebend für diesen Vorsprung war neben einer noch akzeptablen Trefferquote sicherlich auch die Torhüterleistung. Mit über 50% bot T. Güner im ersten Durchgang einen enorm sicheren Rückhalt.

Im zweiten Durchgang ging Rudow mit anderer Besetzung auf die Platte. Scheinbar musste auch diese Konstellation erst gemeinsam aufwachen, sodass Preußen, trotz roter Karte gegen Schlüsselspieler P. Hanisch, erneut den besseren Start erwischte und innerhalb von fünf Minuten auf 14:17 verkürzen konnte. Nachdem wir nochmal auf fünf Tore ausbauten, profitierten die Gastgeber von unserer deutlich sinkenden Trefferquote in der Offensive und spielten ihre Angriffe vermehrt geduldig aus. Dies ging solange weiter, bis in der 43. Minute schließlich der 20:20 Ausgleich seitens des BFC fiel, welcher sich bis zum 23:23 knappe zehn Minuten vor Ende so hielt. Kurz nachdem die Unparteiischen auch Röder für seine dritte Zeitstrafe des Spielfeldes verwiesen, erzielten die Preußen ihre erste Führung seit der 3.Minute. Auf den Ausgleich unsererseits folgte der Doppelschlag seitens der Adler zum 26:24 und die Punkte drohten in Lankwitz zu bleiben. Ein besonders in der Schlussphase erneut sehr treffsicherer N. Silbernagel legte jedoch ebenfalls per Doppelschlag nach und bescherte dem TSV Rudow zumindest noch den Ausgleich.

Wir gehen also mit einem, durch die starke erste Hälfte, überaus verdienten Punkt aus dem Derby. Ein Dankeschön geht an die zahlreichen mitgereisten Fans, welche uns in diesem harzlosen Handballspektakel auch in der Ferne mal wieder lautstark unterstützt haben.

Das Team

Der Kader:

T. Güner, M. Al-Sabea, N. Silbernagel (7), A. Brandt, M. Muschik (2), H. Dolata, N. Vergin (6/3), F. Buchwald (1), Sippo (9), Röder (3), P. Krüger (3), N. Hauschild, C. Voß (1), C. Köhler (1)