Deutliche Niederlage im Derby !

Mit Blick auf die Tabelle und unsere letzten Resultate war klar, dass Preußen als Tabellenführer definitiv als Favorit in dieses Spiel gehen würde. Dass wir nach der Trennung von Coach Böhme nun auch den Abgang von A. Wirt zu verbuchen hatten, sollte daran nicht  unbedingt etwas ändern. Dennoch war von einem Derby zwischen Rudow und Preußen ein hartes, kämpferisches Spiel zu erwarten. 

Und die Erwartung sollte eintreten. Bereits in den Anfangsminuten lagen wir mehrfach mit drei Toren zurück (2:5, 5:8). Durch eine kämpferische Leistung und die richtige Einstellung blieb das Spiel jedoch vorerst offen und wir konnten in der 16. Minute noch ein letztes Mal auf ein Tor herankommen (8:9), wobei besonders P. Krüger mit vier frühen Toren glänzte. Dann glitt uns das Spiel langsam aus der Hand. Seitens Rudow war kaum noch etwas vom Tempo und Druck der Anfangsminuten zu sehen, leichte Fehler häuften sich. Binnen der nächsten Viertelstunde traf alles Übel aufeinander. Unvorbereitete Würfe, Fangfehler, Absprachefehler in der Deckung und schlichtweg Pech – das ganze Repertoire. So stand zur Halbzeit plötzlich ein 9:16 auf der Anzeigetafel.

Im zweiten Durchgang sollte es nicht besser laufen. Obwohl Rudow trotz des deutlichen Rückstandes die richtige Einstellung zeigte, sollte uns nicht viel gelingen. Auf zwei schöne Tore von N. Silbernagel aus spitzem Winkel folgten drei gegnerische Tore, davon zwei per 7m, von wo sich die Preußen dank ihres zweiten Torhüters ebenfalls effizienter zeigten als wir (Rudow 5/8 – Preußen 5/5). So lief das Spiel weiter vor sich hin und der Rückstand wurde immer größer, betrug zwischenzeitlich satte zwölf Tore. Nachdem J. Osterloh mit einfachen Toren einen noch größeren Rückstand verhinderte, beschlossen die Schiedsrichter wohl dem Derby auch auf dem Papier „Derbycharakter“ zu verleihen und stellten in der 55. Minute erst besagten J. Osterloh und kaum eine Minute später einen gegnerischen Spieler jeweils mit einer roten Karte vom Feld. In den Schlussminuten führte C. Köhler die Ergebniskosmetik fort und drückte das Ergebnis noch auf 24:33.

Sicherlich hatte sich der neue Trainer C. Krüger einen erfolgreicheren Einstand gewünscht. Bei einer solchen Niederlage kann man sich nicht viel schön reden. In der Höhe ist sie sicherlich bitter, aber wir hatten gegen die bislang souveränen Preußen auch nicht mit einer „Wunderheilung“ unserer bisherigen Leistung gerechnet. Trotz allem waren deutlich bessere Ansätze und vor allem über 60 Minuten die richtige Einstellung zu erkennen. In den kommenden Wochen heißt müssen wir nun gemeinsam mit dem neuen Trainerteam Krüger / Bädelt wieder auf unsere Stärken vertrauen um aus der Krise herauszukommen.

Das Team

Der Kader:

M. Al-Sabea (1.-45.), S. Piontek (45.-60.), J. Osterloh (4/1), N. Silbernagel (2), A. Brandt (1), H. Dolata, C. Köhler (5), P. Krüger (6/1), O. Hauschild (3/3), N. Hauschild (1), C. Heinekamp (2), P. Brunk