Ü40 mit 29:24-Sieg bei Rotation

Nachdem ausgewählte Herren der Schöpfung zum Nachtspiel bereits um 9:30 Uhr mit der 4. Männer antreten mussten, lud Rotation zum 2. Nachtspiel an diesem Sonntag bei der Ü40 zu 20 Uhr ein. Wenn man es positiv sehen will, dann hatten die Frauen nichts zu meckern, man konnte den sonntäglichen Nachmittagskaffee gemeinsam genießen – wer wollte. Andere nutzen die Zeit, um den versäumten Schlaf nachzuholen oder man traf sich, um dem Lieblingssport zu fröhnen, Handball-WM mit dem Spiel Deutschland gegen Russland.

Auch das zweite Spiel an diesem Tag war ein Spitzenspiel. Rotation steht mit 3 Minuspunkten gemeinsam mit NARVA auf Platz 2. Schließlich ist Rotation nicht irgendwer, immerhin der Serienmeister der Ü40 in den letzten Jahren – bis auf letztes und ………, wollen wir die Haut des Bären nicht zu Markte tragen, bevor er erlegt ist.

Spielbeginn 20 Uhr, alle sind durch den Sieg von Deutschland hochmotiviert und haben den Anspruch, unserer Nationalmannschaft nachzueifern. Die Warmmachphase fällt eher dürftig aus bei einigen, da nach dem morgendlichen Spiel alle Knochen wehtun. Keller bewegt sich in Zeitlupe, was eigentlich nicht verwunderlich ist. Kennen wir nicht anders von ihm. Ein bischen enttäuscht kann man von der taktischen Ausrichtung durch den Trainer vor dem Spiel sein. Wie?? Taktische Ausrichtung? – Hab‘ ich was versäumt? Nein!! Mannschaftsaufstellung mit der Ansage, es spielen alle, die heute Morgen nicht gespielt haben und dann ging es los. Passt schon!!! Klasse!!! Sind ja alt genug.

Spielbeginn. Die Schiries stellte Rotation – zwei Nachwuchsspieler, die ihre Sache nicht schlecht machten, aber auch nicht besonders gut. Spektakuläres gibt es von Halbzeit eins nicht zu berichten. Das Spiel plätscherte vor sich hin, wir lagen immer in Führung, konnten uns auch zwischenzeitlich absetzen, büßten die herausgearbeitete Führung (5:11, 6:12) dann zur Halbzeit wieder ein. Na gut, ein paar kleinere Schmankerl gab es schon für die Zuschauer, mit sehr schönen Hebern oder präzisen Treffen ins Dreiangel von Axel. Da schnalzte sogar Uwe G., der den langen Weg in die Halle von seiner Wahlheimat kurz vor dem Ural nicht scheute, mit der Zunge. Der Vorsprung konnte dann nicht gehalten werden, da Abpraller vom Tor leider nicht bei uns landeten, sondern grundsätzlich beim Gegner. Und wenn es dann mal schnell gehen könnte, lag der Keller wie ein Maikäferchen auf dem Rücken und brauchte gefühlte Stunden, um sich aufzurappel. In die Pause ging es mit einer 2-Tore-Führung (14:16).

Für Halbzeit zwei griff Harry dann doch endlich in die Taktik-Trickkiste und stellte um. Genau richtig, wie sich am Ende herausstellen sollte. Die Abpraller bekamen wir zwar immer noch nicht, hatten jetzt das Angriffsspiel des Gegners aber besser drauf. Was leider weiterhin mangelhaft war, war die Chancenverwertung, da haben wir einfach zu viel liegen gelassen. Die 7m-Quote war nicht berauschend und auch sonst haben wir etliche Würfe vergeigt. Manche Würfe konnte man aber auch nicht besser platzieren, da der Gegner am Arm hing. Freiwurf gibt es aber nur, wenn der Schiri pfeift. Dieser Pfiff blieb manchmal aus. Wollen wir den beiden mal zu Gute halten, dass sie vorher bereits ein Spiel gespielt hatten und die Luft für unser Spiel etwas knapp war. Auch als junger Mensch muss man mit seinen Ressourcen haushalten. Das machten wir Anfang der zweiten Halbzeit auch, wir schalteten einen Gang zurück. Die Konsequenz war, dass Rotation am Sonntagabend Morgenluft schnupperte und auf 17:18 verkürzen konnte. Ja, Deutschland hat auch nur mit einem Tor gewonnen, aber darauf wollten wir uns nun doch nicht einlassen. Kurzer Zwischenspurt und es stand 26:18 für uns. Axel durfte dann mit schmerzendem Handgelenk und Daumen auf der Bank Platz nehmen, nachdem er 7 Tore geworfen hatte und ihm beim Wurf in den Arm gegriffen wurde. Wie gesagt, die Schiris hatten keine Luft in der Phase. Sie erholten sich allerdings recht schnell, denn in der 55. Spielminute hatte unser „Entscheider“ dann einen Entscheidung getroffen, die dem Gegner einige Schmerzen bereitete. Bei einem Konter kreuzte er etwas unglücklich den Laufweg des Gegners im 6m-Kreis. Nun muss man zur Ehrenrettung sagen, der Geschwindigkeitsüberschuss von Olaf war gewaltig und so von 100 auf 0 abzustoppen wäre zu sehr auf die Knie gegangen. Man muss über die rote Karte nicht lange diskutieren. Emotional aufgewühlt ging das Spiel dann mit einem 29:24-Sieg für uns zu Ende.

  • Handballrudow
  • 20.01.2015
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